Welche Wild-Tiere gibt es in Berlin?
Wenn Menschen das Wort „Wild-Tiere“ hören,
dann denken sie meistens an Elefanten,
Nashörner, Löwen und Leoparden.
Diese Wild-Tiere leben in Afrika und in Asien.
Aber in Berlin gibt es auch Wild-Tiere.
In keiner anderen deutschen Groß-Stadt
leben so viele Wild-Tiere wie hier.
Die 5 größten Wild-Tiere in Berlin sind
- Wild-Schweine,
- Füchse,
- Stein-Marder,
- Kaninchen,
- Wasch-Bären.
Es gibt in Berlin 59 wilde Säugetier-Arten.
Säugetiere bringen ihre Jungen lebendig zur Welt
und ernähren sie mit Milch.
So ist das zum Beispiel bei den Wild-Schweinen.
In Berlin leben ungefähr 2.000 bis 5.000 Wild-Schweine.
Außerdem gibt es in Berlin 133 Vogel-Arten.
Dazu gehören zum Beispiel Habichte, Waldohr-Eulen,
Rot-Kehlchen und Haus-Sperlinge.
Manchmal sieht man sogar See-Adler in der Stadt.
In Berlin leben auch viele kleine Wild-Tiere.
Es gibt 158 Schnecken- und Muschel-Arten
sowie 7 Reptilien-Arten.
Man kann zu Reptil auch Kriech-Tier sagen.
Zu den Reptilien gehören zum Beispiel Echsen,
Schlangen und Schild-Kröten.
Außerdem leben hier 5.361 Insekten-Arten.
Warum leben die Wild-Tiere in Berlin?
Eine Groß-Stadt bietet Wild-Tieren
viele verschiedene Lebens-Räume.
Große Wild-Tiere leben in Parks,
Wäldern und Seen.
Kleine Wild-Tiere leben manchmal auf Friedhöfen
oder in verlassenen Gebäude-Teilen,
zum Beispiel die Fleder-Mäuse.
Die Lebensräume sind in der Groß-Stadt
sogar abwechslungsreicher als auf dem Land.
In einigen Regionen gibt es viel Landwirtschaft.
Deshalb fehlen dort gute Lebens-Bedingungen.
Außerdem finden Wild-Tiere in einer Groß-Stadt
zu jeder Jahres-Zeit etwas zu fressen.
Füchse fressen zum Beispiel Mäuse,
Ratten und Wild-Kaninchen.
Und sie holen sich Essens-Reste
aus den Müll-Tonnen.
Es gibt noch einen Grund,
warum viele Wild-Tiere in Berlin leben:
Sie fühlen sich in der Groß-Stadt wohl,
weil es hier etwas wärmer ist als auf dem Land.
Sind die Wild-Tiere in Berlin gefährdet?
Das Grundwasser in Berlin wird weniger.
Deshalb gehen Lebensräume verloren.
Das schadet zum Beispiel den Spinnen,
denn sie fressen Wasser-Insekten.
Es gibt in Berlin 544 Spinnen-Arten.
Davon sind 194 gefährdet.
Außerdem sind viele Amphibien-Arten gefährdet.
Amphibien sind Kriech-Tiere,
die an Land und im Wasser leben.
10 von 14 Berliner Amphibien-Arten
stehen auf der Roten Liste.
Eine Rote Liste ist ein Verzeichnis von Tier-Arten.
Diese Tier-Arten sind ausgestorben,
verschwunden oder gefährdet.
Die Kreuz-Kröte ist zum Beispiel fast ausgestorben.
Der Laub-Frosch ist im öffentlichen Raum,
also in Parks und Grün-Anlagen ganz ausgestorben.
Nur manchmal sieht man einen Laub-Frosch,
den jemand aus seinem Garten freigelassen hat.
In Berlin gibt es Schutz-Maßnahmen für Amphibien.
Zum Beispiel sammeln Freiwillige die Tiere auf
und tragen sie sicher über die Straße.
Denn Amphibien bewegen sich oft
zwischen verschiedenen Wasser-Stellen hin und her.
Viele Schutz-Maßnahmen sind erfolgreich.
Manche Wild-Tier-Arten kommen neu dazu,
zum Beispiel der Fisch-Otter oder die Mops-Fledermaus.
Auch die Ringel-Natter vermehrt sich gut.
Die Ringel-Natter ist eine Schlange.
Sie ist nicht giftig und nicht gefährlich.
Aber leider gibt es immer weniger Echsen-Arten,
zum Beispiel die Wald-Eidechsen und Blind-Schleichen.
Auch viele Insekten stehen auf der Roten Liste,
zum Beispiel Libellen und Eintags-Fliegen.
Ungefähr 10 Prozent der Berliner Insekten-Arten
sind ausgestorben oder verschwunden.
Ungefähr 27 Prozent der Berliner Insekten-Arten
sind gefährdet.
Wie verhält man sich richtig mit Wild-Tieren?
Die wichtigste Regel bei Wild-Tieren ist:
Bitte nicht füttern!
Wenn Wasser-Vögel Brot fressen,
dann bekommen sie Magen-Schmerzen.
Denn das Brot ist viel zu salzig
und quillt in ihrem Magen auf.
Wenn man Füchse füttert,
dann verlieren sie ihre Angst vor Menschen.
Aber es ist wichtig,
dass Füchse den Menschen nicht zu nahekommen.
Denn Füchse können Krankheiten übertragen.
Außerdem darf man nicht versuchen,
ein Wild-Tier zu streicheln oder zu fangen.
Dann bekommt es Angst
und kann beißen oder sich verletzen.
Hunde sollen immer an der Leine gehen,
damit sie die Wild-Tiere nicht jagen können.
So vermeidet man bei den Wild-Tieren
Stress und Schmerzen.
Wenn alle diese Regeln beachten,
dann können Menschen und Wild-Tiere gut in Berlin leben.
Der Text in Leichter Sprache ist von capito Berlin.
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