Berliner Kleingewässer

Berlins Kleingewässer sind wahre Multitalente. Sie sind Lebens- und Erholungsraum für Pflanzen, Tiere und nicht zuletzt auch für den Menschen. Fehlender Regen und mangelnde Pflege in den vergangenen Jahren, hat in Teichen, kleinen Seen, Pfuhlen, Weihern und Tümpeln jedoch zu starken Veränderungen geführt, teilweise sind sie sogar ganz ausgetrocknet und verschwunden. Mit ihnen verschwinden auch die Lebensräume vieler Tiere und Pflanzen. Amphibien, wie Moorfrosch oder Kammmolch, sind zum Laichen und für ihre Entwicklung auf diese Gewässer angewiesen. Bis sie an Land überleben können, dauert es mehrere Monate. Trocknet das Gewässer davor aus, ist eine ganze Generation verloren. 

Zudem spielen Kleingewässer eine wichtige Rolle bei der Abschwächung von Klimafolgen und bei der Klimaanpassung. Etwa für die Grundwasserneubildung, zur Abkühlung durch Verdunstung und als Speichervolumen für Regenwasser im Sinne der Schwammstadt.

Die Stiftung Naturschutz Berlin hat es sich zum Auftrag gemacht, diese wertvollen Biotope zu schützen und langfristig zu bewahren. Durch verschiedene Maßnahmen im Projekt „Blaue Perlen für Berlin” und dem „Berliner Kleingewässerprogramm” werden der Wasserhaushalt stabilisiert, die Wasserqualität verbessert und die Lebensräume sensibler Tier- und Pflanzenarten gesichert. Finanziert werden diese Maßnahmen aus verschiedenen Quellen wie den Ersatzgeldzahlungen bei Eingriffen in den Naturhaushalt, dem Ökokonto oder dem Berliner Kleingewässerprogramm.