Haus der Stadtnatur

Berlin bekommt ein Haus der Stadtnatur

Neues Zentrum für Naturschutz, Umweltbildung, Freiwillige und Förderung

Die Stiftung Naturschutz Berlin gründet ein Haus der Stadtnatur. Das Berliner Abgeordnetenhaus hat auf seiner Sitzung am 29. Januar 2026 dem Kauf einer Immobilie in der Lehrter Straße 17 durch die SNB einstimmig zugestimmt. Dies ist ein Meilenstein für den aktiven Naturschutz in Berlin und ein starkes Zeichen des Vertrauens in die Arbeit der SNB.

Vor genau 45 Jahren wurde die Stiftung vom Abgeordnetenhaus per Gesetz gegründet. Mit dem Haus der Stadtnatur beginnt nun ein neues Kapitel, denn das Gebäude soll nicht nur Sitz der Stiftung werden, sondern auch anderen Akteur*innen des Umwelt- und Naturschutzes offenstehen. So zieht beispielsweise die BLN (Berliner Landesarbeitsgemeinschaft Naturschutz e.V.) mit in die Lehrter Straße 17, in die Nähe des Hauptbahnhofs. Wir schaffen damit etwas völlig Neues, das es so in Berlin bislang noch nicht gibt.

Vom Waldkindergarten bis zum Botanischen Garten, die SNB kooperiert schon jetzt mit hunderten Einrichtungen in dieser Stadt – sei es bei konkreten Naturschutzmaßnahmen, beim Langen Tag der StadtNatur, als Fördergeldgeberin oder als Trägerorganisation der Freiwilligendienste FÖJ und ÖBFD. Die Koordinierungsstellen Florenschutz und Fauna und die Stadtnatur-Ranger arbeiten eng mit der Senatsverwaltung, allen zwölf Bezirken, den zuständigen Fachbehörden und vielen Ehrenamtlichen zusammen. Für diese umfassende Vernetzungsarbeit bietet das Haus der Stadtnatur demnächst einen geeigneten Ort. Auch die stiftungseigene Naturschutzakademie wird zukünftig im Erdgeschoss Seminare, Workshops und Veranstaltungen für alle Berlinerinnen und Berliner anbieten. 

Kauf und Umbau finanziert die Stiftung Naturschutz Berlin aus Eigenmitteln sowie aus Mittel des Sondervermögens SIWA (Sondervermögen Infrastruktur der Wachsenden Stadt).

Mitmachen beim Haus der Stadtnatur

Sie möchten ebenfalls Teil des Hauses der Stadtnatur werden und zukünftig z.B. Veranstaltungen anbieten oder Büroflächen mieten? Melden Sie sich bei uns: immobilie[at]stiftung-naturschutz.de. Wir beraten Sie gern.

Braucht der Naturschutz in Berlin ein eigenes Haus?

Mitten in der Stadt entsteht ein offener Ort für Engagement, Bildung und Vernetzung rund um Berlins Natur. Warum das ein starkes Signal für den Naturschutz ist, das wir dringend brauchen, lesen Sie im persönlichen Blogbeitrag von Stefan Richter, Geschäftsführer der Stiftung.

Sanierung und Umbaupläne - Lehrter Straße 17

Innenräume

Bei der Immobilie in der Lehrter Straße 17 handelt es sich um ein Bestandsgebäude, das komplett erhalten bleibt. Das Haus wird aktuell innen durch die Verkäuferin Alstria vollständig saniert und nach unseren Bedürfnissen umgestaltet. 
Das Erdgeschoss ist durch eine Hofdurchfahrt in zwei Teile geteilt. Der Bereich auf der rechten Seite wird derzeit zu einer barrierefreien Veranstaltungsetage ausgebaut. Diese wird für Seminare und Workshops der Naturschutzakademie und für Seminare des FÖJ und des ÖBFD genutzt. Zudem wird der Bereich zukünftig anderen Akteur*innen zur Verfügung stehen, z.B. für Treffen der Pilzberatung PABB e.V. und weiteren Interessierten. Im linken Erdgeschoss befinden sich nach dem Umbau der Empfang der Stiftung, barrierefreie Toiletten, mobile Arbeitsplätze sowie Freiraum, der z.B. für Ausstellungen genutzt werden kann. In der ersten Etage sind weitere Veranstaltungsräume und temporäre Arbeitsplätze geplant. Die oberen Etagen werden durch die Stiftung Naturschutz Berlin sowie weitere Mietende genutzt. 

Außenbereich

Die Stiftung plant die ökologische Aufwertung der gesamten Immobilie. Kurzfristig werden wir eine Dachbegrünung inklusive Photovoltaik/ Photovoltaik-Thermie realisieren. Der Hof erhält einen grünen Aufenthaltsbereich, der an die Veranstaltungsräume angrenzt. Aufgrund der vorhandenen Tiefgarage, die sich über das gesamte hintere Grundstück erstreckt, sehen wir vorerst von einer Entsiegelung der Fläche im Innenhof ab. Geplant werden stattdessen Hochbeete mit gebietseigenen Wildpflanzen. Das Konzept wird durch unsere Beratung für biologische Vielfalt erarbeitet.
Auch die Begrünung des Vorgartens befindet sich in der Planung. Für die weitere ökologische Aufwertung holen wir verschiedene interne und externe Expertise ein. Die Fassade wird zur Straße hin instandgesetzt und neu gedämmt, außerdem wird das Dach saniert. Weitere langfristigere Planungen betreffen die Begrünung der Fassade inklusive Nistmöglichkeiten und den Schutz der Fenster gegen Vogelschlag. Darüber hinaus prüfen wir, inwieweit das Regenwasser genutzt werden kann und möchten Lademöglichkeiten für Elektroautos und E-Bikes installieren.