Kleingewässer und Moore
Berlin ist eine der wasserreichsten Städte Europas: Mehr als sechs Prozent der Stadtfläche bestehen aus Flüssen, Kanälen, Seen und Teichen. Die Spree, die Havel und mehr als 600 kleinere Gewässer prägen nicht nur das Stadtbild, sondern sind auch Lebensraum für viele seltene Tier- und Pflanzenarten. Insbesondere die vielen Kleingewässer sind bedeutende Orte für die Biologische Vielfalt, der natürlichen Klimaregulierung und als Erholungsräume für den Menschen. Doch es sind auch sehr sensible Biotope, welche vor allem im städtischen Raum vielen Herausforderungen und Gefährdungen ausgesetzt sind.
Berlin besitzt neben Flüssen und Seen auch wertvolle Moore, die eine herausragende Rolle im Naturhaushalt spielen. Sie speichern enorme Mengen an Kohlenstoff und tragen damit aktiv zum Klimaschutz bei. Zudem regulieren sie den Wasserhaushalt, filtern Nährstoffe und bieten spezialisierten Tier- und Pflanzenarten einen einzigartigen Lebensraum. Viele Moore sind seltene Rückzugsorte für gefährdete Arten. Ihr Erhalt ist daher entscheidend für Biodiversität, Klima- und Wasserschutz in der wachsenden Metropole.
Zum Aufgabenschwerpunkt der Stiftung Naturschutz Berlin gehören deshalb der Schutz und die Wiederherstellung dieser Kleingewässer und Moore.