45 Jahre, 1 Ziel: Berlins Natur schützen
Stiftung Naturschutz Berlin feiert Gründungsjubiläum
Am 26. März 1981 –vor genau 45 Jahren – fasste das Berliner Abgeordnetenhaus eine Entscheidung: Es gründete per Gesetz die Stiftung Naturschutz Berlin (SNB). Ihr Auftrag: Natur schützen, entwickeln und erlebbar machen – mitten in einer Metropole, die sich ständig neu erfindet. Was damals wie eine Nischenaufgabe wirkte, ist heute zentraler denn je. Denn Stadtnatur bedeutet Lebensqualität, Klimaschutz und Gemeinschaft.
Moore renaturieren, Kröten zählen, Fledermäusen neue Behausungen bauen – klingt nicht nach Glamour. Und doch geht es dabei um nichts Geringeres als unsere Lebensgrundlage. Naturschutz ist unverzichtbar, hat es aber oft schwer, die nötige Aufmerksamkeit und Priorität zu bekommen. Umso stolzer blickt die SNB auf 45 Jahre kontinuierliche Arbeit für Berlins Natur zurück.
„45 Jahre Stiftung Naturschutz Berlin stehen für Ausdauer, starke Allianzen und unzählige konkrete Erfolge für unsere einzigartige Stadtnatur“, sagt Geschäftsführer Stefan Richter. „Gerade in einer Großstadt ist es entscheidend, Lebensräume zu sichern und Menschen für ihre Umwelt zu begeistern.“
45 Jahre aktiver Naturschutz – eine Bilanz in Zahlen
Wir haben:
- über 200.000 m² Moore in Berlin renaturiert bzw. revitalisiert
- 844 Fledermauskästen an 245 Standorten aufgehängt
- über 700 Berliner Gewässer für Amphibien kartiert
- 76.003 Meldungen zu Tieren, Pflanzen und Pilzen im ArtenFinder veröffentlicht, die durch Expert*innen geprüft wurden und für den Naturschutz nutzbar sind
- rund 85.000 Datensätze von Farnen, Blütenpflanzen und Moosen bei den Zielartenerfassungen des Florenschutzes gesammelt
- 7.462 Grundschulklassen mit Nemo ins Grüne geführt
- Über 15 Mio. Euro an Fördermitteln für Projekte Dritter ausgeschüttet
- 1.702 Freiwillige in einen Ökologischen Bundesfreiwilligendienst (ÖBFD) und 4.737 ins Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ) begleitet
- 58 Menschen und Institutionen mit dem Berliner Naturschutzpreis ausgezeichnet
- 138 Pflegeeinsätze in 5 Jahren mit den Stadtnatur-Rangern durchgeführt
- 18 Mal den „Langen Tag der StadtNatur“ mit über 9000 Veranstaltungen organisiert
- den Umweltkalender Berlin mit mittlerweile mehr als 500.000 Seitenaufrufen pro Jahr ins Leben gerufen.
Ein neues Kapitel: das Haus der Stadtnatur
Ein sichtbares Zeichen für die Zukunft entsteht derzeit in der Lehrter Straße: das Haus der Stadtnatur. Es soll zum Treffpunkt für Austausch, Bildung und Engagement rund um Berlins Natur werden. Geplant sind Veranstaltungen, Workshops, Ausstellungen und Begegnungen – offen für Initiativen, Partnerorganisationen und alle Berliner*innen.
Die SNB freut sich darauf, diesen neuen Begegnungsort gemeinsam mit der Stadtgesellschaft zu entwickeln und mit Leben zu füllen. Das Haus der Stadtnatur knüpft an die lange Geschichte der Stiftung an und steht zugleich sinnbildlich für ihren Blick nach vorn: Naturschutz als gemeinschaftliche Aufgabe in einer wachsenden Metropole.
Hintergrund Stiftung Naturschutz Berlin
Die Stiftung Naturschutz Berlin hat viele Aufgaben. Sie steht für aktiven Naturschutz, d.h. die Expert*innen der SNB renaturieren beispielsweise Moore, bauen Krötenzäune, hängen Fledermauskästen auf, bringen Wildpflanzen neu aus und schützen seltene und bedrohte Arten. Sie erheben Daten, mit denen die Verwaltung arbeiten kann, und die Stadtnatur-Ranger sind ständig draußen aktiv und unterwegs.
Ein zweiter Aufgabenschwerpunkt ist die Umweltbildung – für das Grundschulkind bis zur Fachkraft. Die Naturschutzakademie bietet Seminare und Workshops für alle Berliner*innen, die Seiten der Veranstaltungsplattform Umweltkalender Berlin wurden 2025 über eine halbe Million Mal aufgerufen, die Angebote von Nemo und Die Naturbegleiter* verzeichnen jedes Jahr neue Buchungsrekorde. Das Highlight der Umweltbildung ist der Lange Tag der Stadtnatur, ein Festival in allen zwölf Berliner Bezirken mit mehreren tausend Teilnehmenden. Der nächste Termin ist am 30./31. Mai.
Freiwilligendienste und Ehrenamt – der dritte Aufgabenbereich der SNB. Die Stiftung ist Träger des Freiwilligen ökologischen Jahres und des Ökologischen Bundesfreiwilligendienstes. Dabei arbeitet sie mit rund 200 Einrichtungen in dieser Stadt zusammen. Die Koordinierungsstelle Ehrenamt kümmert sich um das freiwillige Engagement im Naturschutz und vermittelt beispielsweise einen Green Social Day an Firmen. Jedes Jahr kommt so eine halbe Million Stunden ehrenamtliche Arbeit für den Naturschutz zusammen.
Die SNB ist zudem Förderstiftung, das heißt sie vergibt Gelder aus vier verschiedenen Förderfonds: Stiftungsmittel, Förderfonds Trenntstadt Berlin, Förderfonds Abfallberatung Zero Waste, Jagdabgabe. Die Stiftung unterstützt so Projekte, die andere mit ihrer Hilfe in dieser Stadt verwirklichen können. Von den künstlichen Inseln im Spandauer Maselakekanal bis zum Schulungs-Projekt mit Menschen mit Migrationserfahrung – die Themenvielfalt der geförderten Projekte spiegelt auch die Diversität Berlins wider.
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Meilensteine aus 45 Jahre SNB-Geschichte:
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