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Berlin setzt mit Biodiversitätsstrategie 2030+ ein starkes Zeichen für die Stadtnatur

Stiftung Naturschutz Berlin übernimmt zentrale Rolle bei der Umsetzung

Berlin, 10. Juli 2025. Mit der am 17. Juni beschlossenen Biodiversitätsstrategie 2030+ hat der Berliner Senat einen wegweisenden Schritt für den Schutz der Stadtnatur unternommen. Heute wurde die Strategie im Change Hub in Berlin der Öffentlichkeit vorgestellt. Sie ist ein klares politisches Bekenntnis zu mehr Artenvielfalt, Klimaschutz und Lebensqualität in der Hauptstadt. Für die Stiftung Naturschutz Berlin (SNB) ist dieser Beschluss eine konkrete Bestätigung und Stärkung ihrer Arbeit.
 

„Die Biodiversitätskrise ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit“, betont Umweltsenatorin Ute Bonde im Vorwort der Strategie. In Berlin leben rund 20.000 Tier-, Pilz- und Pflanzenarten, viele davon in alarmierend schlechtem Zustand. Nahezu alle Amphibienarten gehen stark zurück, über die Hälfte der Brutvogelarten gelten als gefährdet oder stehen auf der Vorwarnliste. Die Ursachen: zunehmende Versiegelung, Zerschneidung von Lebensräumen und die fortschreitende Klimakrise.

Die Biodiversitätsstrategie 2030+ ist Berlins Antwort auf diesen gefährlichen Notstand der Natur. Sie verfolgt in 19 Handlungsfeldern konkrete Ziele – von der Aufwertung urbaner Lebensräume über den Erhalt und die Erfassung seltener Tiere und Pflanzen bis hin zur Förderung von Umweltbildung und Ehrenamt. Die Umsetzung soll im Schulterschluss von Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft erfolgen. Die Stiftung Naturschutz Berlin spielt dabei eine zentrale Rolle: In 12 der 19 Handlungsfelder der Strategie ist sie als Kooperations- und Umsetzungspartner benannt. Sie bringt dabei ihre Expertise und langjährige Erfahrung in zahlreiche Ziele, Indikatoren und Maßnahmen der Strategie ein. Stefan Richter, Geschäftsführer der Stiftung Naturschutz Berlin: „Die neue Biodiversitätsstrategie ist ein klares Bekenntnis zum Wert der Stadtnatur – für die Menschen in Berlin wie auch für die hier lebenden Tiere und Pflanzen. Zentral ist nun die Umsetzung der Strategie. Berlin hat das Potenzial und den Anspruch, Vorreiterin für urbanen Naturschutz zu sein. Mit Projekten wie den Stadtnatur-Ranger*innen, dem Umweltkalender oder den Naturbegleiter*n erhalten und bringen wir biologische Vielfalt in Parks und Grünflächen für Menschen in Kiezen und Klassenzimmern, fördern dabei die Umweltbildung und schaffen zugleich neue Wege des Naturerlebens mitten in der Stadt. Dazu leisten wir mit unseren Koordinierungsstellen Fauna und Florenschutz einen wichtigen Beitrag zu Erhalt und Erfassung bedrohter Tiere und Pflanzen in unserer Stadt, während unser Aufgabenschwerpunkt Kleingewässer und Moore darauf abzielt, Feuchtgebiete als ökologische Schlüsselsysteme der Stadtnatur zu erhalten, aufzuwerten und wiederherzustellen.“

Die Biodiversitätsstrategie schafft die dringend notwendige politische Entscheidungsgrundlage und Planungssicherheit. „Für uns ist sie ein Rückenwind und ein klarer Auftrag!“, so Richter weiter. „Wir wollen Berlin gemeinsam mit unseren Partner*innen zu einer grüneren, artenreicheren und zukunftsfähigeren Stadt machen.“ Die SNB begrüßt ausdrücklich, dass Naturschutz mit dieser Strategie im politischen Handeln dauerhaft verankert wird – als Querschnittsaufgabe über Ressortgrenzen hinweg. Denn: Natur ist keine Randnotiz. Sie ist Lebensgrundlage – für heute und für die Generationen von morgen.

Infos zur Biodiversitätsstrategie 2030+
https://www.berlin.de/sen/uvk/natur-und-gruen/biologische-vielfalt/berliner-strategie-zur-biologischen-vielfalt-2030/

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