Zero Waste Kids Supermarkt
Entscheidungen, die man beim Einkaufen trifft, haben Konsequenzen: Im Zero Waste Kids Supermarkt des Zero Waste Berlin e.V. können Kinder zwischen der dritten und sechsten Klasse testen, welche Unterschiede es macht, ob sie sich für verpackte oder unverpackte Waren entschließen.
In einem simulierten Supermarkt, in dem real aussehende Produkt-Attrappen in echten Regalen auf die jungen Kund*innen warten, haben deren Kaufentscheidungen eine messbare Folge. Mit Müllpunkten versehen, zählen die in Plastik verpackten Produkte mehr als die lose Ware. Nach zwei Einkaufsrunden hintereinander erkennen die Kinder den Unterschied.
Nach dem Prinzip des erfahrungsbasierten Lernens verstehen die Kinder durch ihr eigenes Handeln, dass ihr Verhalten einen Unterschied machen kann.
Nach einem ersten Durchgang, in dem die Kinder ohne Vorwissen mit einem Einkaufszettel durch den Supermarkt gehen, stehen in einem zweiten Durchgang an jeder Station Informationsmaterialien bereit. Hier erfahren sie jetzt beispielswiese, wie viele Rollen Klopapier eine Familie jährlich verbraucht und welche Alternativen es dazu geben kann.
Am Ende werden die Müllpunkte aus beiden Durchgängen zusammengezählt; hier kommt es dann zur eigenen Erkenntnis.
Der Supermarkt der Zukunft vermittelt nicht nur Wissen – er stärkt Kinder darin, ihr neu gewonnenes Wissen anzuwenden. Kinder verstehen die Probleme von Einwegmüll und lernen konkrete Alternativen kennen. Sie erleben sich als handlungsfähig – beim Einkaufen, im Gespräch mit Erwachsenen, im Alltag. Und sie entwickeln den Mut, aktiv nach Mehrweglösungen zu fragen und ihr Wissen weiterzutragen.
In fünf unterschiedlichen Bereichen beleuchtet der Supermarkt jeweils einen anderen Aspekt des Themas:
In der Obst- und Gemüseabteilung lernen die Kinder, dass diese Produkte mit oder ohne Plastikverpackung verkauft werden, und dass man für seinen Einkauf einen eigenen Beutel mitbringen darf.
In der Haushalts- und Drogerieabteilung warten Rätsel auf die Kinder: Hier erfahren sie zum Beispiel anhand von Schätzfragen, wie viel Müll alltägliche Produkte erzeugen, und ordnen dann umweltfreundlichere Lösungen zu.
Die Backwarenabteilung verdeutlicht: Wer einen Stoffbeutel oder eine Box mitbringt, braucht keine Plastiktüte. Hier können die Kinder ihre ausgesuchte Ware selbst einpacken.
Mit dem Thema Mehrweg und Pfandsysteme kommen die jungen Kund*innen an der Kühltheke und bei den Trockenwaren in Kontakt. Bei einem Rollenspiel übernimmt ein Kind die Käsetheke, die anderen kaufen mit eigener Box ein.
Die Gesamtbilanz wird an der Kasse & Müllmessung deutlich und die Müllpunkte beider Durchgänge verglichen. Der Unterschied ist das Ergebnis der eigenen Entscheidungen.
Zum Abschluss gibt es noch eine kleine DIY-Session: Die Kinder bekommen ihren eigenen Stoffbeutel, den sie von nun an zum einkaufen mitnehmen können, und dürfen ihn mit Textilmalstiften gestalten.





