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Tipps und Tricks für naturnahes Gärtnern

Ökologische Aufwertung: Verwandeln Sie Ihren Garten in eine Oase für Pflanzen und Tiere

Kleingärten sind aus dem Berliner Stadtbild kaum wegzudenken. Für Großstädter sind sie ein beliebter, wichtiger Raum in der Natur – zum Verweilen, Beobachten, Spazierengehen, Pflanzen, Ernten. Durch eine naturnahe Gestaltung lassen sich die Gärten und Gemeinschaftsflächen auch für einheimische Pflanzen und Tiere in einen wertvollen Lebensraum verwandeln. Strukturreiche Gärten bieten vielen Arten inmitten versiegelter Stadtflächen einen Rückzugsort und tragen dazu bei, die biologische Vielfalt Berlins zu bewahren und zu fördern.

Warum ist das wichtig? Der Schutz der Artenvielfalt ist für uns Menschen überlebenswichtig. Wenn beispielsweise keine Insekten mehr da sind, fehlen nicht nur die Bestäuber für unsere Obst- und Gemüsepflanzen, sondern es fehlt auch die Nahrung für Reptilien, Amphibien, Vögel.

Zusammen mit anderen Grünflächen bilden ökologisch gestaltete Gärten ein Netzwerk, das verschiedene Lebensräume von Pflanzen und Tieren verbindet und sich zusätzlich sehr positiv auf das Stadtklima auswirkt.

Immer mehr Kleingärtner*innen wird die Bedeutung der eigenen Parzelle als Teil der grünen Infrastruktur der Stadt bewusst. Sie wollen gezielt den Arten- und Naturschutz fördern und somit auch zum langfristigen Erhalt der Berliner Kleingärten als Oasen der städtischen Natur beitragen. Doch welche Pflege ist wirklich ökologisch und welche Maßnahmen führen zum Erfolg?

Als Stiftung Naturschutz Berlin unterstützen wir dabei, Kleingärten und andere Gärten ökologischer zu gestalten. Gemeinsam mit Expert*innen erstellen wir Maßnahmenblätter, drehen Videos und veröffentlichen Artikel und weiteres Infomaterial. Wir bieten konkrete Praxistipps, um noch heute loszulegen und sich schon bald an der wachsenden Vielfalt im eigenen Garten zu erfreuen. Wie im Garten, wächst unser Angebot stetig weiter.
 

Viel Vergnügen beim Umgestalten und viel Freude an Ihrem blühenden und lebendigen Garten!

Infomaterial zum Anschauen und Downloaden finden Sie unter den folgenden Aufklappmenüs:

Einheimische Wildpflanzen sehen nicht nur wild und schön aus, sie sind auch für die biologische Vielfalt einer Region sehr wichtig: Sie bieten Lebensraum, sind Nahrungsgrundlage sowie Versteckmöglichkeit für die Tierwelt und sind die Grundvoraussetzung für einen arten- und individuenreichen Garten.

Zahlreiche Insektengruppen wie zum Beispiel die Wildbienen und Schmetterlinge sind spezialisierte Pflanzenbestäuber, einige Käfer willkommene Nützlinge und Schneckenjäger. Durch gezielte Maßnahmen kann man nicht nur dem Insektensterben entgegenwirken, sondern auch spannende und seltene Tierarten in den Garten locken.

Die Zauneidechse ist die häufigste Eidechsenart in Berliner Kleingärten, sie ist jedoch durch den Verlust von Lebensräumen zunehmend gefährdet. Hier finden Sie Informationen darüber, welche Ansprüche diese Tiere an ihren Lebensraum haben und wie Sie Ihren Garten zauneidechsenfreundlich gestalten.

In einem naturnahen Garten sind Amphibien wie Molche, Kröten oder Frösche gern gesehene Gäste. Sie sind nicht nur eine umweltfreundliche Schädlingsbekämpfung, sondern sie sorgen mit ihren Rufen zusätzlich für akustische Unterhaltung im Frühjahr.

Fledermäuse sind sehr anspruchsvolle Gartenbewohner und ab der Dämmerung aktiv. Wenn Sie abends nach getaner Gartenarbeit einen kleinen Schatten im Zickzack-Flug fliegen sehen, dann ist das wahrscheinlich eine Fledermaus auf Insektenjagd. In strukturreichen im besten Fall mit nachtblühenden Pflanzen versehenen Kleingärten finden sie ein reiches Nahrungsangebot. Was ihnen häufig fehlt sind Verstecke und Schlafplätze. Hier können Sie mit unseren Fledermausquartieren helfen.

Kompostwirtschaft und Alternativen zu Torf

Flyer 
Torffrei gärtnern (Pdf)

Artikel im Berliner Gartenfreund
Das „Gold des Gärtners“ gehört nicht in den Wald (Pdf)

 

Die handelsübliche Blumenerde enthält Torf und hierfür werden großflächig Moore abgebaut. Der Torfabbau zerstört nicht nur die fragile und seltene Pflanzen- und Tierwelt einer Moorlandschaft, sondern ist zusätzlich klimaschädigend. Da die Moore wichtige CO2 Speicher sind, werden durch den Abbau große Mengen Treibhausgase freigesetzt, die den Klimawandel beschleunigen! Moorschutz ist also Klimaschutz! Im Garten kann der Torf leicht durch die Komposterde und andere Alternativen ersetzt werden.

Was suchen unsere Stadtnatur-Ranger*innen in einer Kleingartenkolonie und wann spielen Fuchs und Igel Hauptrollen? In dieser Rubrik veröffentlichen wir verschiedene Publikationen rund um das Thema Kleingarten.