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Unser Pilotprojekt

Das Erprobungs- und Entwicklungsvorhaben „Naturerfahrungsräume in Großstädten am Beispiel Berlin“

Ziel des Pilotprojektes war es, das Konzept der Naturerfahrungsräume bekannter zu machen, sodass diese zum selbstverständlichen Bestandteil städtischer Freiräume werden. Zugleich diente das Erprobungs- und Entwicklungsvorhaben der Ermittlung grundlegender Leitlinien zur Einrichtung und zum Betrieb von Naturerfahrungsräumen.

Grundlage für das Vorhaben war eine durch die Stiftung Naturschutz Berlin erfolgte Voruntersuchung in 2011/2012. Diese erste Phase diente der Klärung von Voraussetzungen für städtische Naturerfahrungsräume und der Auswahl geeigneter Pilotflächen für die folgende Realisierungsphase. Unseren Abschlussbericht zur Voruntersuchung finden Sie beigefügt als Pdf zum Download.

Mitte August 2015 startete die Realisierungsphase, das sogenannte Hauptvorhaben. In den Bezirken Marzahn-Hellersdorf, Pankow und Spandau wurden drei Naturerfahrungsräume (Pilotflächen) als Ergänzung bzw. Qualifizierung bestehender öffentlicher Freiräume eingerichtet. In der Erprobungsphase sollten stadtökologische, soziale, gesundheitliche, bildungsrelevante und wirtschaftliche Aspekte beleuchtet werden. Das Hauptvorhaben hatte eine Laufzeit von drei Jahren (2015 – 2018) und wurde von der Hochschule für nachhaltige Entwicklung in Eberswalde (HNEE) wissenschaftlich begleitet. Die gewonnenen Erkenntnisse werden seit 2020 in einem Leitfaden für andere Städte und Akteure zur Verfügung gestellt. Sie finden den Leitfaden der HNEE auf der Seite des Bundesamtes für Naturschutz (Hrsg.) zum Download.

Alle drei Pilotflächen hatten bereits einen sehr naturnahen, teilweise fast „wilden“ Charakter. Um sie zu einem spannenden Naturerfahrungsraum zu machen, wurden behutsame Pflegemaßnahmen am Bestand vorgenommen und beispielsweise Erdhügel, Reisighecken oder Materiallager mit Holzstöcken und Ästen gemeinsam mit Kindern geplant und integriert.

Das Erprobungs- und Entwicklungsvorhaben wurde durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit sowie durch die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz und den Bezirk Pankow gefördert. Der Landesbeauftragte für Naturschutz und Landschaftspflege unterstützte das Vorhaben ebenfalls.

Realisiert wurde das Vorhaben gemeinsam mit dem Straßen- und Grünflächenamt Spandau, dem Jugendamt Pankow und der Grün Berlin GmbH sowie dem Infrastrukturellen Netzwerk Umweltschutz gGmbH (INU) und freien Trägern der Jugendhilfe Staakkato Kinder und Jugend e.V. und Spielkultur Berlin-Buch e.V.