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Frisch gepresst

Tschippie, der Superspatz

17.12.2020

Seit heute online: vier Kurzfilme der "Berliner Spatzenretter"

Seit über zwei Jahren widmet sich eine Initiative dem Schutz einer ganz besonderen Bevölkerungsgruppe Berlins. Die „Berliner Spatzenretter“ setzen sich für den wie  selbstverständlich zum Stadtbild gehörenden Sperling ein. Mit ihrer neuesten Aktion machen sie die braungefiederten Stadtbewohner zu Filmhelden. Tschippi, der Superspatz, erzählt in vier Kurzfilmen mit der Stimme von Benno Fürmann über sein Leben in der Großstadt.

Noch kann Berlin auf eine stabile Sperlings-Population verweisen, nicht jede deutsche Stadt kann das von sich behaupten. Antonia Coenen und Claudia Wegworth, die Initiatorinnen des Projektes „Berliner Spatzenretter“, kommen beide aus Köln. Dort gibt es nur noch wenige dieser Vögel. Damit der Spatz weiterhin zahlreich in der Hauptstadt anzutreffen ist, gilt es, bei der Bauplanung auch die Bedürfnisse dieses kleinen Untermieters zu beachten.

Im Rahmen von Filmworkshops haben nun über 40 Kinder gemeinsam mit Filmprofis vier Kurzfilme erstellt. Titelheld der Kurzgeschichten ist Tschippie, der Superspatz, der seiner Freundin Piaf von den großen und kleinen Sorgen seiner Spatzenfamilie erzählt. Und da gibt es viel zu berichten – Glasfassaden, Planierraupen und kahlgemähte Grünflächen machen ihm das Leben schwer. Gemeinsam mit Freundin Piaf aber entstehen schnell Ideen, wie den Spatzen geholfen werden kann. Das sorgt zumindest im Film schon mal für ein Happyend.

Auch von prominenter Seite bekam Tschippie Hilfe. Benno Fürmann, selbst Urberliner wie die Spatzen, verlieh dem Titelhelden seine Stimme und Friederike Kempter wurde als Sprecherin für Piaf gewonnen. Beide waren begeistert von der Projektidee und machten – honorarfrei übrigens – die Figuren mit ihren Stimmen lebendig und charaktervoll.

Von Beginn an waren die Kinder in die Erstellung der Filme einbezogen: die Storyboards sind mit ihren Ideen ausgeschmückt, alle Figuren der Stop-Motion-Filme stammen von ihnen und selbst die Filmmusik entwarfen ganz nebenbei drei Mädchen während der Projektarbeit. Je ein Team mit Kindern zwischen 7 bis 13 Jahren war pro Film zuständig, gearbeitet wurde während des Schulunterrichts, im Hort oder privat in der Freizeit.

Das Filmprojekt soll bewusst machen, dass es nötig, aber nicht schwer ist, den Spatzen zu helfen. Mit den Filmen können viele Berliner von dieser Idee überzeugt werden, sodass es für die echten Berliner Spatzen auch ein Happyend gibt.

Alle Filme finden Sie hier: www.berliner-spatzenretter.de/superspatz