15 Jahre ÖBFD in Berlin
Freiwilligendienst für Erwachsene boomt
Mehr als 1.700 Berlinerinnen und Berliner engagierten sich seit 2011
Berlin, den 02. Sept. 2026. Der Ökologische Bundesfreiwilligendienst (ÖBFD) der Stiftung Naturschutz Berlin feiert in diesem Jahr sein 15-jähriges Bestehen – und erfreut sich größter Beliebtheit. Seit 2011 haben sich mehr als 1.700 Berlinerinnen und Berliner durchschnittlich ein Jahr lang freiwillig für den Natur- und Umweltschutz engagiert. In diesem Jahr liegt die Nachfrage nach dem Freiwilligendienst für Erwachsene 20% über dem Vorjahresniveau.
Anlässlich des Jubiläums waren ÖBFD-Freiwillige gemeinsam mit den Stadtnatur-Rangern bei einem besonderen Pflegeeinsatz in der Wuhlheide im Einsatz. Auf der sogenannten GUS-Fläche, einer ehemaligen Militärfläche, leben streng geschützte Tier- und Pflanzenarten. Die Freiwilligen unterstützen dort regelmäßig die Untere Naturschutzbehörde Treptow-Köpenick bei der Pflege und dem Erhalt wertvoller Lebensräume.
„Dass der ÖBFD nach 15 Jahren so stark nachgefragt wird, zeigt, wie groß das Bedürfnis vieler Menschen ist, sich konkret für Natur und Umwelt einzusetzen“, sagt Arne Mensching, Abteilungsleiter Freiwilligendienste & Ehrenamt der Stiftung Naturschutz Berlin und „Erfinder“ des ÖBFD in Berlin. „Gleichzeitig bietet der Freiwilligendienst die Möglichkeit, Neues auszuprobieren, praktische Erfahrungen zu sammeln und die Berliner Stadtnatur unmittelbar kennenzulernen“. Für viele ist der ÖBFD auch eine wichtige Phase der Berufsorientierung: Sie können verschiedene Arbeitsfelder kennenlernen, praktische Erfahrungen sammeln und herausfinden, ob ein Beruf im Natur- und Umweltschutz das Richtige für sie ist.“
Rund 100 Einsatzstellen bieten heute Möglichkeiten für ein freiwilliges Engagement im ÖBFD. Die Einsatzbereiche sind vielfältig: Freiwillige arbeiten unter anderem beim Prinzessinnengarten, im Botanischen Garten oder in anderen Einrichtungen, die sich um den Erhalt und die Pflege der Berliner Stadtnatur kümmern, sowie in Umweltverbänden, in Behörden oder in der Umweltbildung.
„Im ÖBFD geht es nicht nur darum, Natur zu schützen. Die Freiwilligen erleben unmittelbar, dass ihr Einsatz etwas bewirkt und sie lernen etwas dabei. Gerade diese Verbindung aus praktischem Tun, interessanten Seminaren, Verantwortung und dem Gefühl, gemeinsam etwas für Berlin zu bewegen, macht den ÖBFD für viele Menschen so attraktiv“, so Mensching. „Und der Freiwilligendienst kann ein wichtiger Türöffner für den späteren Berufsweg sein. Wer ein Jahr lang in der Praxis erlebt hat, wie vielfältig die Arbeit im Natur- und Umweltschutz ist, hat eine gute Grundlage, um sich anschließend gezielt für Ausbildung, Studium oder einen Beruf in diesem Bereich zu entscheiden.“
Die Trägerin Stiftung Naturschutz Berlin hat mit der Einführung des ÖBFD 2011 eine Lücke geschlossen: neben dem Freiwilligen Ökologischen Jahr (FÖJ) für junge Menschen unter 27 Jahren war es nun auch älteren möglich, sich für die Natur und die Umwelt zu engagieren. Die Freiwilligen sind während ihres Einsatzes voll sozialversichert und erhalten darüber hinaus ein monatliches Taschengeld.
Weitere Infos zum ÖBFD:
https://www.stiftung-naturschutz.de/freiwilligendienste/oebfd
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