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Berlin, 25. Oktober 2018

Wilde Nachbarn gesucht
Netzwerk für Fauna und Flora: Der ArtenFinder Berlin

Wo stromert der Waschbär durch Parks und Büsche? Wo beziehen die Berliner Mauersegler Quartier? Und ist das Problem mit dem Roten Amerikanischen Sumpfkrebs bald gegessen? Um das herauszufinden, sind verlässliche Daten über unsere Fauna und Flora notwendig. Das Land Berlin hat sich deshalb der Plattform ArtenFinder angeschlossen, die Bürger/innen und Expert/innen die Möglichkeit bietet, entdeckte Wildtiere und -pflanzen zu melden. Die Stiftung Naturschutz Berlin übernimmt die Koordination für die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz.

Die Onlineplattform ArterFinder mit integriertem Geoinformationssystem (GIS) dient zur Erfassung punktgenauer Meldungen von Wildtieren und -pflanzen. Fünf einfache Schritte – entdecken, fotografieren/Ton aufnehmen, bestimmen, erfassen und von Expert/innen bestätigen lassen – sorgen dafür, dass sich die Plattform schnell zu einem verlässlichen Instrument für den Naturschutz entwickeln kann. Jede/r darf mitmachen. Nach der Registrierung unter www.artenfinderberlin.deOpens external link in new window wird die Wildtier- oder Pflanzenart entweder über die Webseite oder direkt vor Ort mit der ArtenFinder-App erfasst. Dazu werden Artname, Fundort und -datum zusammen mit Fotos oder Tonaufnahmen eingetragen. Die beiden Tools „ArtenInfo“ und „ArtenAnalyse“ helfen bei Bestimmung und Auswertung. Danach folgt eine Plausibilitätsprüfung durch unsere Expert/innen. Das hat zwei Vorteile: Einerseits sind die von Expert/innen freigegebenen Daten von hoher Qualität und damit für den fachlichen Naturschutz nutzbar, andererseits motiviert die Bestimmung bisher unbekannter Arten zum Erwerb neuen Wissens.

Im Laufe der Zeit entsteht so ein Datenfundament, das Behörden und Wissenschaft effiziente Artenschutzmaßnahmen ermöglicht. Außerdem entwickelt sich ein interdisziplinäres Netzwerk aus interessierten Laien, Verbänden, Vereinen sowie wissenschaftlichen und nichtwissenschaftlichen Institutionen. Exportfunktionen der Daten und Schnittstellen ermöglichen die einfache Integration in bestehende Datenbanken. 

Um allen mit Entdeckerdrang den Weg zu ebnen, verleihen wir Wildtierkamerafallen sowie Fledermausdetektoren und laden zu ArtenFinder-Exkursionen ein. 

Nächste Termine für die ArtenFinder-Exkursionen:
01. November 2018, 11 Uhr Kirchhof Luisenstadt I, Bergmannstraße 42, 10961 Berlin
18. November 2018, 11 Uhr Kolonie Waldessaum im Radeland, Niederheideweg 5, 13589 Berlin
18. Januar 2019, 14 Uhr Vierling, Zugang gegenüber Fischerhüttenstraße 88b, 14163 Berlin
04. Februar 2019, 14 Uhr, Waldschule Plänterwald, Dammweg 1b, 12437 Berlin

Der ArtenFinder Berlin ist ein Projekt der Koordinierungsstelle Fauna der Stiftung Naturschutz Berlin, gefördert von der Heidehof Stiftung und der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz.

Seinen Ursprung hat das Projekt ArtenFinder in Rheinland-Pfalz. Dort startete es 2011. In den ersten sieben Jahren wurden über 500.000 Meldungen von Vögeln, Schmetterlingen, Amphibien, Reptilien und vielen weiteren Artengruppen in das System eingetragen. Neben Rheinland-Pfalz nutzen auch Nordrhein-Westfalen und Hessen den ArtenFinder. Weitere Bundesländer sollen folgen.

Weitere Informationen unter www.artenfinderberlin.deOpens external link in new window

Zum PressebildOpens internal link in current window für Veröffentlichungen

Kontakt:
Heidrun Grüttner (Pressesprecherin)
Tel.: 030 / 26 39 41 22
Mobil: 0160 / 4 37 06 84
E-Mail: heidrun.gruettner(at)stiftung-naturschutz.de