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Die Vielfalt im Blick

10 Jahre Koordinierungsstelle Florenschutz

Bericht zum Jubiläumssymposium

„10 Jahre Koordinierungsstelle Florenschutz Berlin: Ein wegweisender Ansatz zur Erhaltung der Biologischen Vielfalt“ – unter diesem Motto haben wir am 22. November 2019 das Jubiläumssymposium veranstaltet. Gemeinsam mit vielen Projektpartner*innen blickten wir auf die letzten 10 Jahre zurück und zeigten Perspektiven für den Florenschutz auf.

Mit der Koordinierungsstelle Florenschutz leistet das Land Berlin einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der biologischen Vielfalt in Deutschland. Wir überprüfen in Berlin die Bestandssituation von mehr als 280 Zielarten,  konzipieren geeignete Schutzmaßnahmen für deren Erhaltung und setzen diese um. Außerdem erteilen wir gebiets- und artbezogene Auskünfte an Behörden, Planungsbüros und andere Akteure zum Vorkommen der Zielarten und anderer gefährdeter Pflanzenarten.

In enger Zusammenarbeit mit der Obersten Naturschutzbehörde, dem Büro des Landesbeauftragten für Naturschutz und Landschaftspflege, dem Botanischen Verein von Berlin und Brandenburg, vielen Ehrenamtlichen, den Botanischen Gärten, den Berliner Bezirken, den Berliner Wasserbetrieben und zahlreichen weiteren Akteuren des Arten- und Naturschutzes arbeiten wir daran, die Wildpflanzen in Berlin in ihrer gesamten Vielfalt zu erhalten. Um den weiteren Bestandsrückgang der Zielarten zu stoppen, werden u. a. Vermehrungskulturen angelegt, Wiederausbringungen durchgeführt und Arche-Flächen eingerichtet.

Die Vorträge

Folgende Themen standen bei unserem Jubiläums-Symposium auf der Agenda. Die entsprechenden Präsentationen finden Sie unten als Pdfs zum Download.

Aktueller Stand der Aktivitäten zum Florenschutz in Berlin

  • Floristischer Artenschutz in seiner ganzen Vielfalt – Die Umsetzung des Berliner Florenschutzkonzepts
    Justus Meißner, Stiftung Naturschutz Berlin
  • Der Botanische Verein schafft Grundlagen und setzt sich ein – für Florenschutz und Rote Listen
    Dr. Birgit Seitz, Vorsitzende des Botanischen Vereins von Berlin und Brandenburg, Institut für Ökologie der TU Berlin

Perspektiven für den Florenschutz

  • Hinaus aus dem Botanischen Garten: Beitrag der Dahlemer Saatgutbank zum Florenschutz in der Region und in Deutschland
    Dr. Elke Zippel, Botanischer Garten und Botanisches Museum Berlin, Dahlemer Saatgutbank, Projekt Wildpflanzenschutz Deutschland (WIPs-De)
  • Bürgerschaftliches Engagement für regionale Wildpflanzen – Balkons und Privatgärten als Orte der Vermehrung seltener Arten
    Patrick Loewenstein, Botanischer Garten Potsdam, Projekt Urbanität & Vielfalt

Resümee und Ausblick (mit Diskussion)
Prof. Dr. Ingo Kowarik, Landesbeauftragter für Naturschutz und Landschaftspflege

Beim abschließenden Get-together gab es viel Gelegenheit zur Vernetzung und zum Austausch.