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Die Vielfalt im Blick

Pflanze des Monats Mai 2011

Zweigriffliger Weißdorn Crataegus laevigata (Poir.) DC. s. l.

Schon zu Urväterzeiten wurde dem Weißdorn, auch als Hagedorn bekannt, vielerlei mythische und rituelle Bedeutung zugesprochen. Zum Beispiel die Kraft, böse Geister abzuwehren oder vor Verhexungen zu schützen. Der dornenbewehrte Strauch oder kleine Baum wurde gerne zur Abgrenzung von Grundstücken, Feldern und Wiesen verwandt. Noch heute wird der Weißdorn als Heilpflanze zur Herzstärkung eingesetzt. Weniger bekannt ist, dass sich hinter dem deutschen Namen Weißdorn mehrere Arten verbergen, die sich zudem untereinander kreuzen (Hybridbildung). Am bekanntesten sind der Eingrifflige Weißdorn und die angepflanzte Kultursorte Rotdorn, die aus einer Kreuzung zwischen Eingriffligem und Zweigriffligem Weißdorn hervorgegangen ist.
 

Der Zweigrifflige Weißdorn ist eine seltene einheimische Art, die in jeder Blüte zwei Griffel aufweist. Die Bestimmung dieses Merkmals wird am besten zur Blütezeit im Mai vorgenommen. Daneben bilden auch die Blätter einen Anhaltspunkt für die Artbestimmung: sie sind beim Zweigriffligen Weißdorn fast ungeteilt bis schwach gelappt und an den Rändern fein gesägt. Der Zweigrifflige Weißdorn ist in Europa heimisch und in Mitteleuropa in frischen Laubwäldern, an Waldrändern, in Gebüschen und Hecken anzutreffen. In Brandenburg kommt die Art jedoch nur zerstreut vor, in Berlin ist sogar nur ein einziges gesichertes Vorkommen im Bezirk Reinickendorf bekannt.

Helfen Sie dabei, die Pflanze im Berliner Raum zu schützen. Halten Sie Ausschau nach ihr. Sollten Sie einen Zweigriffligen Weißdorn entdecken, melden Sie uns den Fund mit genauer Ortsangabe – und am besten mit Fotobeleg – per E-Mail. Vielen Dank!

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