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Die Vielfalt im Blick

Pflanze des Monats Juni 2011

Rotes Waldvögelein Cephalanthera rubra (L.) Rich.

Auch wenn man das Rote Waldvögelein zuerst in den Baumkronen vermuten könnte – es ist ein am Boden lichter Laub- und Mischwälder beheimatetes Orchideengewächs. Ihre rotvioletten Blüten machen die Pflanze zu einer auffälligen Schönheit. Doch das Rote Waldvögelein ist ebenso wie fast alle einheimischen wild wachsenden Orchideenarten in Nordostdeutschland stark gefährdet. Der reizvolle Name der Orchideenart leitet sich von den beiden weit abspreizenden äußeren Blütenhüllblättern ab, die eine gewisse Ähnlichkeit mit einem roten Vogel assoziieren. Am Stängel der maximal 60 cm hohen Pflanze können bis zu 15 dieser schönen Einzelblüten verteilt sein. Die Reifezeit der Früchte beginnt ab Oktober, dann springen die Fruchtkapseln auf und die Samen werden durch den Wind verteilt.

 

Das Verbreitungsgebiet des Roten Waldvögeleins erstreckt sich vom nördlichen Afrika über Mitteleuropa bis Vorderasien. In Deutschland ist sie vorzugsweise im Mittelgebirge und Alpenvorland anzutreffen. Das letzte bekannte Vorkommen in Berlin lag in einem Waldsaum entlang einer Bahnstrecke im Bezirk Treptow-Köpenick. Dieses konnte allerdings bei einer Überprüfung im Jahr 2010 nicht mehr nachgewiesen werden, seitdem gilt die Art im Stadtgebiet als verschollen.

Sollten Sie dennoch ein Exemplar entdecken, lassen Sie es bitte stehen und melden Sie uns den Fund per E-Mail – am besten mit Fotobeleg. Vielen Dank!

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