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Die Vielfalt im Blick

Pflanze des Monats November 2011

Sand-Grasnelke Armeria maritima subsp. elongata (Hoffm.) Bonnier

Bienen, Hummeln und Schmetterlingen mögen sie gerne, weil sie ihnen bis in den November hinein Nektar liefert. Vielen Menschen ist die Sand-Grasnelke (auch Gemeine Grasnelke oder Gewöhnliche Grasnelke genannt), wenn überhaupt, aus der Naturheilkunde bekannt. Das getrocknete Kraut der Pflanze, diente früher als Heilmittel gegen Epilepsie und wird heute zur Entwässerung des Körpers eingesetzt. Doch sie hätte durchaus mehr Beachtung verdient, denn ihre rosafarbenen, kugeligen Blütenköpfchen, die einzeln auf kahlen, blattlosen Stängeln stehen, wirken sehr anziehend. Die Sand-Grasnelke gehört zur Familie der Bleiwurzgewächse, die in Deutschland mit nur wenigen Arten vertreten ist. Wir ihr Name andeutet, bevorzugt die Sand-Grasnelke trockene nährstoffarme und sandige Böden.

In Berlin kommt die Art vorwiegend auf Sandtrockenrasen, trockenen Wiesen und extensiv gepflegten Rasen vor. Aber auch an offenen Waldwegen und -säumen, an Bahndämmen, an Straßenrändern sowie in Grünanlagen ist sie zu finden. In den letzten Jahren allerdings immer weniger. Schuld daran sind die intensivere Nutzung und Pflege von Wiesen und Rasen und Baumaßnahmen sowie Strukturveränderungen in den Wäldern. In der Roten Liste der gefährdeten Arten in Berlin wird die Sand-Grasnelke bisher zwar noch nicht geführt, doch aufgrund des Lebensraumverlustes und der damit einhergehenden Isolierung der Vorkommen ist sie zunehmend bedroht. Aus diesen Gründen würde sie auch von den Berliner Naturschützern als Zielart des Biotopverbunds und Florenschutzes ausgewählt. 

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