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Kooperation mit Berliner Kleingärtner*innen

Zwischen Beet und Laube: Gemeinsam für biologische Vielfalt in Berlin

Gärtnern macht glücklich. Dabei finden nicht nur gestresste Großstädter Erfüllung im grünen Paradies zwischen Beet und Laube, auch für den Berliner Naturschutz sind die vielen Kleingärten auf ca. 3000 Hektar wichtig. Um die biologische Vielfalt dieser Flächen für die Stadt noch zu erhöhen, haben die Stiftung Naturschutz Berlin und der Landesverband Berlin der Gartenfreunde e.V. eine Kooperationsvereinbarung geschlossen. Ziel ist es, in den Kleingärten möglichst naturnah zu gärtnern, diese ökologisch aufzuwerten und damit die Artenvielfalt der Stadt zu erhalten.

Auf der Agenda stehen dabei Projekte für die Umweltbildung, die Entwicklung übergeordneter Biotopverbindungen und die Schutzmaßnahmen für Amphibien und andere heimische Tier- und Pflanzenarten. Neben der Kooperation mit dem Landesverband ist auch die enge Zusammenarbeit mit einzelnen Bezirksverbänden vorgesehen. Alle geplanten Maßnahmen sind in der Kooperationsvereinbarung mit dem Landesverband beschrieben.

Die enge Zusammenarbeit mit den Kleingärtner*innen hat in den letzten Monaten bereits Früchte getragen: So wurden Wildbienen- und Insektenhotels gebaut, gefährdete Wildpflanzen ausgebracht, Wildpflanzen-Saatgutmischungen ausgesät, Totholzhecken für Kleinsttiere angelegt und Fledermauskästen angebracht – alles unter fachkundiger Anleitung der Mitarbeiter*innen der Stiftung Naturschutz Berlin.

Stefan Tidow, Vorsitzender des Stiftungsrates der Stiftung Naturschutz Berlin, freut sich über das Engagement der Kleingärtner*innen und betont die Signalwirkung der Kooperation: „Wenn auf allen Flächen der Gartenfreunde naturnah gegärtnert und auf den Erhalt der Artenvielfalt hingewirkt wird, können wir viel für den Artenschutz in Berlin erreichen. Auch weil Berlin eine wachsende Stadt ist und neue Stadtquartiere entstehen, müssen wir bewusster mit den vorhandenen grünen Arealen umgehen und sie ökologisch aufwerten.“

Die Stiftung Naturschutz Berlin hat für die Berliner Kleingartenvereine zwei regionale Saatgutmischungen aus zertifizierter gebietseigener Herkunft zusammengestellt. 

  • Saatgut „Wildbienen- und Schmetterlingssaum“
    Mit dieser Saatgut-Mischung können Wildbienen- und Schmetterlingssäume innerhalb der Parzellen angelegt werden. Die bunte Auswahl von 32 für Berlin typischen Wildblumenarten, wie z.B. die Gewöhnliche Schafgarbe (Achillea millefolium), die Rundblättrige Glockenblume (Campanula rotundifolia) oder die Acker-Witwenblume (Knautia arvensis), blüht zwischen Mai und Oktober und bietet ein langanhaltendes Nahrungsangebot für bestäubende Insekten. Die Verteilung der Samentütchen „Wildbienen- und Schmetterlingssaum“ für einzelne Kleingärten erfolgt durch den Landesverband der Gartenfreunde Berlin e.V. über die Bezirksverbände. Ihr Ansprechpartner ist Herr Beil, Tel. 0178-5646647.
     
  • Saatgut „Kräuter- und Magerrasen“
    Die Verteilung der Mischung „Kräuter- und Magerrasen“ für Gemeinschaftsflächen der Kolonien durch die Stiftung Naturschutz Berlin pausiert aufgrund der Corona-Pandemie. Sie wird sobald wie möglich fortgeführt. Interessierte wenden sich für Bestellungen bitte an Regina Otters per E-Mail regina.otters(at)stiftung-naturschutz.de oder telefonisch unter 030 26394-176.