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Kleine Pelzlaake

Als erstes Moorrenaturierungsprojekt wurde die Kleine Pelzlaake in Berlin-Köpenick ausgewählt, ein Kesselmoor mit einer Torfmächtigkeit von bis zu 8,50 Metern. Die Moorfläche ist von Entwässerungsgräben durchzogen. Das Moor trocknete in den vergangenen Jahren immer mehr aus, tiefwurzelnde Arten besiedelten den Lebensraum – es stellte sich ein stagnierender Moortyp ein. Noch finden sich dort in Resten moortypische Pflanzen, wie die Gewöhnliche Moosbeere, der Rundblättrige Sonnentau und das Scheidige Wollgras. Vorherrschend sind jedoch dominante Störzeiger wie die Moorbirke, die Waldkiefer und das Pfeifengras.

Es wurde vermutet, dass beim Bau der Entwässerungsgräben die Abdichtung der Torfschichten gegenüber der mineralischen Umgebung stark gestört und die Wasserrückhaltung verschlechtert wurde. Untersuchungen im Rahmen des Moorrenaturierungsprojektes ergaben, dass die Abdichtung des Untergrundes im Bereich der Gräben noch intakt ist. Mit den Mitteln aus der Klimaabgabe werden nun die Moorfläche entkusselt, also die Gehölze entnommen, und das dominante Pfeifengras zurückgedrängt. So sollen die Verdunstung, die Durchwurzelung des Torfkörpers, und die Beschattung verringert sowie das Wasser im Gebiet gehalten und ein stabiler Moorwasserstand eingestellt werden. Zudem werden die Voraussetzungen für die Ausbreitung von moortypischen Pflanzen, wie z.B. Torfmoose, erheblich verbessert.

Mit Hilfe von zwei Moorpegeln, die von der Obersten Naturschutzbehörde installiert wurden, wird die Wirkung der Maßnahmen auf den Moorwasserstand dokumentiert.

Kleine Pelzlaake vor der Renaturierung

Kleine Pelzlaake während der Renaturierungsmaßnahmen

Renaturierte Kleine Pelzlaake