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Was unsere Naturbegleiter*innen erleben

Natur unterstützt unser Wohlbefinden. Das macht glücklicher und gesünder! Weil immer mehr Menschen der Naturkontakt fehlt, nehmen unsere naturbegleiter* sie mit nach draußen und bringen ihnen die Natur näher. 

Was sie dabei erleben, beschreibt eine unserer Naturbegleiterinnen: „Im Mai kommt eine alleinerziehende Mutter mit ihren beiden Kindern zu unserer Veranstaltung. Sie wurde von einem Familienzentrum darauf aufmerksam gemacht, ist aber skeptisch, denn Natur ist für sie nichts zum Anfassen – schon gar nicht, wenn es um nasses Laub, Moos und Matsch geht. Fragend wecke ich die Neugierde auf die umgebende Natur. Während die Kinder herumstromern und auf Entdeckungsreise gehen, dauert es bei der Mutter bis sie ankommt. Sie macht sich Gedanken, dass ihre Kinder dreckig werden könnten und fragt oft nach, ob das giftige Pflanzen sind. Es braucht Zeit, um ihr diese Sorgen zu nehmen. Da entdecken die Kinder ein Spinnennetz. Gemeinsam bewundern wir die sich darin reflektierenden Farben und geometrischen Formen. Plötzlich quaken Enten heran und ich frage, was wohl passiert, wenn wir ihnen im Zeitlupentempo entgegen watscheln. Jetzt springt der Funken auch auf die Mutter über. Sie lässt sich auf das langsame und konzentrierte Beobachten der kleinen Naturwunder ein, ist immer mehr bei der Sache und kommt endlich einmal zur Ruhe. Den Sommer über verpasst sie keine der 14 Tage stattfindenden naturbegleiter*-Veranstaltungen mehr. Und nicht nur das, sie bringt auch andere mit: Alleinerziehende, Menschen aus Syrien und Frankreich. Manche sind schüchtern und vorsichtig, andere nervös, es wird viel gekichert. Allen gemeinsam ist, dass sie wenig Geld zur Verfügung haben, aber inzwischen viel Lust auf Natur. Und durch die naturbegleiter* haben sie viele neue Impulse für ihr Leben bekommen.“

Eine andere Naturbegleiterin berichtet, dass sie sehr viel Dankbarkeit erfahren hat, vor allem, wenn sie mit älteren Menschen unterwegs war. Sie freuten sich über das gemeinsame Draußensein, denn viele von ihnen sind einsam. In der Gruppe tauschten sie sich über Natur und Kindheitserinnerungen aus oder genossen in schweigsamer Konzentration die Sinnesübungen. „Wie schön es im Tiergarten ist wusste ich gar nicht, obwohl es gleich bei mir um die Ecke ist“, erzählte eine Teilnehmerin.