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Heidrun Grüttner VerwaltungsleiterinHeidrun Grüttner
Verwaltungsleiterin
Justus Meißner Referent für Naturschutz
Justus Meißner

Referent für Naturschutz

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Geförderte Projekte

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Unsere Klimaschutzprojekte

Krumme Laake

Das Moor der Krummen Laake war bis Mitte des 20. Jahrhunderts noch in einem guten Zustand. Seit den 1950er Jahren trocknete es wegen langjähriger Grundwasserabsenkung immer weiter aus und Gehölze siedelten sich an, die die typische Moorvegetation wie Gewöhnliche Moosbeere, Sonnentau und Wollgras verdrängten. Intakte Moore sind aber Lebensraum für hoch spezialisierte Arten und ausgezeichnete Klimaschützer, da sie erhebliche Mengen an CO2 im Torf speichern. 

Westlicher Moorarm

Bereits 2014 und 2015 wurden am östlichen Moorarm der Krummen Laake im Naturschutzgebiet (NSG) Krumme Laake / Pelzlaake erfolgreich Renaturierungsarbeiten durchgeführt. 2016 beginnen im Oktober am westlichen Moorarm Arbeiten zur Renaturierung des Moores, die von der Stiftung Naturschutz Berlin geplant und betreut werden. Das Naturschutzgebiet ist Teil des NATURA 2000-Gebietes Müggelspree-Müggelsee. Ziel ist es, die Gebiete auf Grundlage der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der Europäischen Union in einem ökologisch günstigen Erhaltungszustand zu erhalten bzw. diesen zu verbessern.

Mit den Mitteln aus der Klimaschutzabgabe des Landes Berlin wird nun ein Teil des westlichen Moorarms der Krummen Laake von Gehölzen befreit. Auf diese Weise sollen die Verdunstung, die Durchwurzelung des Torfkörpers und die Beschattung des Moores verringert sowie der Wasserhaushalt verbessert werden. Zudem werden die Voraussetzungen für die Wiederausbreitung von moortypischen Arten geschaffen. Bis vor etwa zehn Jahren wurden noch Rundblättriger und Mittlerer Sonnentau im westlichen Moorarm gefunden. Beide Arten sind in Berlin vom Aussterben bedroht, daher soll u. a. für sie wieder ein geeigneter Lebensraum geschaffen werden. 

Die Maßnahme ist mit der Obersten Naturschutzbehörde abgestimmt und wird von den Berliner Forsten unterstützt. Auch bei den Berliner Naturschutzverbänden stößt die Umsetzung der Renaturierungsmaßnahmen auf positive Resonanz.

Mit der Ausführung wird eine fachkundige Firma beauftragt. Die zu verwendenden Spezialmaschinen weisen einen geringen Bodendruck auf, damit der Moorboden möglichst wenig beeinträchtigt wird. Die Renaturierungsmaßnahme und der Abtransport des Rodungsmaterials machen im Umfeld der Krummen Laake den Einsatz von Baufahrzeugen auf Waldwegen erforderlich. Es kann daher bis zum Abschluss der Arbeiten im November 2016 zu Beeinträchtigungen von Erholungssuchenden kommen. 

Alle Berlinerinnen und Berliner sind aufgerufen, sich an der Rettung weiterer Berliner Moore zu beteiligen. Sie können dies mit einer zweckgebundenen Spende unter dem Stichwort „Berliner Moore“ an die Stiftung Naturschutz Berlin tun:

IBAN: DE71 4306 0967 0007 7770 00
BIC: GENODEM1GLS.

Vor Beginn der Maßnahmen

Das bis in die 1950er Jahre baumfreie Moor wird noch durch z.T. abgestorbene Birken und Verbuschung dominiert. Foto: J. Meißner / Stiftung Naturschutz Berlin

Ein offenes, torfbildendes Moor soll wieder entwickelt werden, das dem vom Aussterben bedrohten Rundblättrigen Sonnentau einen Lebensraum bietet. Foto: Justus Meißner / SNB, Mai 2013

Ein Luftbild aus dem Jahr 1928 zeigt, dass der westliche Moorarm der Krummen Laake nahezu frei von Bäumen war. Foto: Geoportal Berlin / Luftbilder 1928, Maßstab 1:4000