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Heidrun Grüttner VerwaltungsleiterinHeidrun Grüttner
Verwaltungsleiterin
Justus Meißner Referent für Naturschutz
Justus Meißner

Referent für Naturschutz

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Geförderte Projekte

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Unsere Klimaschutzprojekte

Die Kleine Pelzlaake

Als erstes Projekt wurde die Kleine Pelzlaake in Berlin Köpenick ausgewählt, ein Kesselmoor mit einer Torfmächtigkeit von bis zu 8,5 m. Die Moorfläche ist von Entwässerungsgräben durchzogen. Das Moor trocknete in den vergangenen Jahren immer mehr aus, tiefwurzelnde Arten besiedelten den Lebensraum – es stellte sich ein stagnierender Moortyp ein. Noch finden sich dort in Resten moortypische Pflanzen, wie die Gewöhnliche Moosbeere, der Rundblättrige Sonnentau und das Scheidige Wollgras. Vorherrschend sind jedoch dominante Störzeiger wie die Moorbirke, die Waldkiefer und das Pfeifengras. 
Es wurde vermutet, dass beim Bau der Entwässerungsgräben die Abdichtung der Torfschichten gegenüber der mineralischen Umgebung stark gestört und die Wasserrückhaltung verschlechtert wurde. Untersuchungen im Rahmen des Moorrenaturierungsprojektes ergaben, dass die Abdichtung des Untergrundes im Bereich der Gräben noch intakt ist. Mit den Mitteln aus der Klimaabgabe werden nun die Moorfläche entkusselt, also die Gehölze entnommen, und das dominante Pfeifengras zurückgedrängt. So sollen die Verdunstung, die Durchwurzelung des Torfkörpers, und die Beschattung verringert sowie das Wasser im Gebiet gehalten und ein stabiler Moorwasserstand eingestellt werden. Zudem werden die Voraussetzungen für die Ausbreitung von moortypischen Pflanzen, wie z.B. Torfmoose, erheblich verbessert.
Mit Hilfe von zwei Moorpegeln, die von der Obersten Naturschutzbehörde installiert wurden, wird die Wirkung der Maßnahmen auf den Moorwasserstand dokumentiert.
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Entwicklung der Kleinen Pelzlaake nach Umsetzung der Maßnahmen

Im Frühjahr 2013 sind die neu geschaffenen offenen Torfflächen wassergesättigt (aufschwimmend/schwingend), aber noch ohne Vegetationsbesiedlung (Mai 2013). Foto: Justus Meißner.

Entbuschte empfindliche Bereiche mit Massenbeständen von Wollgras im Hintergrund sowie offene, sehr nasse, aufschwimmende und schwingende Torfflächen im Vordergrund (Mai 2013). Foto: Justus Meißner.

Im Herbst 2013 sind die offenen Torfflächen von Seggen, Wollgras, Binsen und Torfmoosen wiederbesiedelt (Oktober 2013). Foto: Justus Meißner.

Zahlreich vertreten sind Grau-Segge (Carex canescens) und Scheidiges Wollgras (Eriophorum vaginatum, dunkle Horste). Foto: Justus Meißner.

Zwischen den Horsten siedeln sich Jungpflanzen von Torfmoosen an (Oktober 2013). Foto: Justus Meißner.

Im Frühjahr 2014 blühen und fruchten Wollgräser auf den neu besiedelten Torfflächen. Fotos: Justus Meißner.

Umsetzung der Maßnahmen

Als erstes wurden die Gehölze gefällt (Winter 2011/12). Foto: Sophie Bengelsdorf.

Die gefällten Gehölze wurden z.T. mit Seilwinden, z.T. mit speziellen Maschinen aus dem Moor geborgen. Foto: Sophie Bengelsdorf.

Es werden Maschinen mit sehr geringem Bodendruck eingesetzt. Foto: Sophie Bengelsdorf.

Die Kleine Pelzlaake ist wieder als Moor zu erkennen. Foto: Sophie Bengelsdorf.

Zur Beseitigung von Pfeifengras-Bulten und Baumstümpfen wurde eine Moorraupe mit Forstmulcher eingesetzt (September 2012). Foto: Eckhart Scheffler.

Dabei blieben empfindliche Moorbereiche (im Hintergrund) sowie bereits wiederbesiedelte Torfflächen (im Vordergrund) erhalten. Foto: Justus Meißner.

Durch die Pfeifengrasbeseitigung wurden offene Torfflächen hergestellt (Herbst 2012). Foto: Justus Meißner.

Vor Beginn der Maßnahme

Kiefernaufwuchs in der ausgetrockneten Kleinen Pelzlaake. Foto: Justus Meißner.

Gräben durchziehen das Moor, die in trockenen Jahren bis auf die Sohle austrocknen. Foto: Justus Meißner.

Artenarme Pfeifengrasbestände dominieren großflächig die Vegetation. Foto: Justus Meißner.

Birken- und Faulbaum-Aufwuchs sind Störungszeiger auf dem entwässerten Moorstandort. Foto: Justus Meißner.

Zur Information der Bevölkerung wurden Schilder aufgestellt. Foto: Sophie Bengelsdorf.