Wildtiere - Fundtiere
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Wildtiere
Wildtiere sind im Sinne des Gesetzgebers „herrenlose Tiere“ und unterliegen dem Jagdrecht (bei jagdbaren Arten, wie z.B. Fuchs, Wildschwein) oder dem Naturschutzrecht.

Auch diese Tiere darf man sich nicht „aneignen“. Bei unter Naturschutz stehenden Arten es ist aber zulässig, kranke oder verletzte „Findlinge“ zur Pflege aufzunehmen, wenn sie danach wieder umgehend in die Natur entlassen werden. Ist das nicht möglich, sollte die Naturschutzbehörde des jeweiligen Bezirkes (Natur- und Grünflächenamt) verständigt werden. Arten, die unter besonders strenge Schutzbestimmungen fallen (Greifvögel, Eulen, Fledermäuse), müssen unverzüglich an Spezialisten weitergegeben werden.
Fundtiere
Im Gegensatz zu herrenlosen Tieren sind Fundtiere entwichene Heimtiere (Hund, Katze, Ziervogel etc.), die einen derzeit nicht bekannten Eigentümer haben. Im Sinne des Gesetzgebers sind sie also nicht herrenlos und darum auch nicht Eigentum des Finders.

Wer ein solches Tier findet, ist verpflichtet, es der Tiersammelstelle des Landes Berlin, Amt für „regionalisierte Ordnungsaufgaben“, im Tierheim Berlin zu übergeben (Fundrecht nach BGB §§ 965 - 984). Wenn sich nach einer Frist von fünf Tagen (bei Hunden) und drei Tagen (Katzen) der Tiereigentümer nicht meldet, geht der „Fund“ automatisch in das Eigentum des Tierschutzvereins über. Das Tier kann dann weitervermittelt werden, auf Wunsch auch an den Finder. Meldet sich innerhalb der nächsten sechs Monate doch noch der Vorbesitzer, muss das Tier an ihn zurückgegeben werden (siehe Fundrecht).