Rechtliche Situation
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Zunächst ist es vor allem eine grundsätzliche Frage, ob es besser ist, ein Wildtier aufzunehmen und zu helfen oder es lieber in der Natur zu belassen. Auch Krankheit und Tod gehören zum natürlichen Kreislauf – das Eingreifen des Menschen ist vielleicht aus ethischer Sicht zu begrüßen, auf lange Sicht aber oft nicht zum Besten des Tieres.

Das ist einer der Gründe, warum sich der Staat in der Regel nicht um verletzt aufgefundene Wildtiere kümmert. Doch auch wenn in dramatischen Fällen rasche Hilfe Not tut – Polizei und andere Behörden sind selten zur Stelle oder lehnen Hilfe leider oft ab. Wenn dann allerdings der mitleidige Bürger helfen will, muss er die geltenden gesetzlichen Regelungen beachten, so vor allem die Regelungen des Bundesnaturschutzgesetzes (BNatSchG). Es besteht beispielsweise eine Meldepflicht für streng geschützte Arten.

Doch gibt das Bundesnaturschutzgesetz (§ 43, Abs.6) dem Bürger auch die Möglichkeit, verletzten oder kranken Tieren zu helfen : „Abweichend von den Verboten ... ist es ... ferner zulässig, verletzte, hilflose oder kranke Tiere aufzunehmen,
um sie gesund zu pflegen. Die Tiere sind unverzüglich in die Freiheit zu entlassen, sobald sie sich dort selbstständig erhalten können. Im Übrigen sind sie an die von der nach Landesrecht zuständigen Behörde bestimmten Stelle abzugeben. Handelt es sich um Tiere der streng geschützten Arten, so hat der Besitzer die Aufnahme des Tieres der nach Landesrecht zuständigen Behörde zu melden. Die nach Landesrecht zuständige Behörde kann die Herausgabe des aufgenommenen Tieres verlangen.“


Franz von Assisi
Gott wünscht, dass wir den Tieren beistehen, wenn sie Hilfe bedürfen. Ein jedes Wesen in Bedrängnis hat gleiche Rechte auf Schutz.

Franz von Assisi
Italienischer Ordensstifter,
Schutzpatron der Tiere (1181 - 1226)