Gefahr?
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Tiere, die gefunden werden, können natürlich auch an Krankheiten leiden, die auf den Menschen übertragbar sind (Anthropozoonosen). Die größte Gefahr stellt dabei die Tollwut dar, die von Säugetieren durch Speichel-Blut-Kontakt übertragen wird. Allerdings hat die so genannte silvatische Tollwut (Übertragung durch wilde Fleischfresser, wie Fuchs und Marder) kaum noch eine Bedeutung, da durch die flächendeckenden Impfköderaktionen die Krankheit in Europa fast ausgerottet werden konnte. Trotzdem sollte Vorsicht geboten sein! Das tückische an der Tollwut ist, dass man es einem Tier nicht ansieht, ob es infiziert ist. Auch kann die Krankheit nur durch eine Sektion des Gehirns sicher diagnostiziert werden. Verletzte und hilfsbedürftige Tiere darum nach Möglichkeit entweder mit Handschuhen anfassen, mit einem Handtuch aufnehmen oder in eine Decke einhüllen.
Selbstverständlich sollte es auch sein, sich nach jeder „Rettungsaktion“ gründlich die Hände zu waschen. So haben parasitäre Erkrankungen, wie die gefürchtete Echinokokkose (Infektion mit dem Fuchsbandwurm Echinococcos granulosus), die hauptsächlich durch die orale Aufnahme von Wurmeiern übertragen wird, kaum eine Chance.

Leonardo da Vinci
Die Sprache der Tiere ist begrenzt, aber was sie damit zum Ausdruck bringen, ist wichtig und nützlich.

Leonardo da Vinci
Italienischer Maler, Bildhauer, Architekt, Mathematiker, Schriftsteller, Naturforscher (1452 - 1519)