Rabenvögel
zurück
Rabenvögel sind aus unseren Großstädten wohl kaum noch wegzudenken. Wer kennt sie nicht, die Scharen von Saatkrähen, die uns jedes Jahr in Berlin besuchen und sich am reich gedeckten Tisch in der Stadt laben. 60.000 Saatkrähen (Corvus frugilegus) und Dohlen (Corvus monedula) aus Osteuropa und Skandinavien überwintern hier jedes Jahr von Oktober bis März. Das ganze Jahr über anzutreffen sind Nebelkrähe (Corvus corone cornix) - die östliche Unterart der Aaskrähe (Corvus corone) - und die Elster (Pica pica). Auch die kleinen Dohlen - ursprünglich Felsbewohner - sind dem Menschen in die Städte gefolgt, haben aber u. a. durch Sanierungen (Vernichtung der Brutplätze) und Bebauung von Freiflächen (Vernichtung der Nahrungshabitate) sehr stark im Bestand abgenommen. Ein Bewohner von Parkanlagen, Friedhöfen, Gärten oder innerstädtischen Waldgebieten ist unser farbenprächtigster Rabenvogel, der Eichelhäher (Garrulus glandarius). Alle Rabenvögel gelten als
sehr lernfähig und haben ein ausgeprägtes Sozialverhalten.

Allerdings waren sie als Nesträuber (vor allem Elstern) lange in Verruf - eine Rechtfertigung, die Tiere als Raubzeug rücksichtslos zu verfolgen. Wissenschaftliche Untersuchungen belegen aber, dass Singvögel nur einen sehr geringen Prozentsatz des gesamten Nahrungsspektrums ausmachen. Zudem hat sich dabei gezeigt, dass die Bestände anderer Arten durch Rabenvögel nicht merklich beeinflusst werden. Die in Berlin wohl hauptsächlich betroffenen Arten Amsel und Grünfink zählen nach wie vor zu den häufigsten und verbreitetsten Singvögeln der Stadt. In Berlin sind Rabenvögel ganzjährig geschützt.

Hilfsmaßnahmen

Klinik und Poliklinik für
kleine Haustiere
der FU Berlin (WE 20)
24h Notdienst
(030) 83 86 - 24 22
Tierheim Berlin(030)76 888 - 0
Tierärztliche Praxis
Dr. Sonja Kling
(030) 34 90 28 43
Projekt Wildtierpflege
in Berlin
(030) 54 71 28 92
1/2 vor