Maulwürfe
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Über einen Maulwurfshügel gestolpert ist sicher schon so mancher – aber wer hat den kleinen Gräber auch schon mal zu Gesicht bekommen? Der seltsame Maulwurf (Talpa europaea) führt ein verborgenes Leben, und nur tote oder verletzte Tiere findet man manchmal an der Erdoberfläche.

Maulwürfe gehören zur Säugetierordnung der Insektenfresser (Insectivora) und damit in die Verwandtschaft von Igeln und Spitzmäusen. Mit ihren schaufelartig verbreiterten Vorderextremitäten sind die Tiere optimal an ihr Leben im Boden angepasst: Sie graben ein unterirdisches Gangsystem und stoßen die anfallende Erde dabei an die Oberfläche. Nur ein Maulwurfshügel verrät dann den heimlichen Untermieter. Und wer ständig im Dunkeln lebt, braucht natürlich auch spezialisierte Sinnesorgane – die hochempfindlichen Tasthaare an der beweglichen, rüsselförmigen Schnauze. Die Augen des Maulwurfs sind winzig klein, die Tiere
sind allerdings nicht blind, und auch das Gehör ist trotz fehlender Ohrmuscheln normal entwickelt.

Ursprünglich Bewohner von Laub- und Mischwäldern, Heckenlandschaften und Feldrainen, folgten die Tiere nach und nach dem Menschen in Gärten und Parks der Städte, denn gut gedüngte, humusreiche Böden bieten den Insektenfressern einen „reich gedeckten Tisch“. Zum Ärgernis der Gartenbesitzer und Grünflächenämter, die den Maulwurf immer noch bekämpfen. Das allerdings ist streng verboten, da er laut Bundesartenschutzverordnung zu den geschützten Arten gehört. Maulwürfe dürfen weder gefangen noch verletzt oder getötet werden.

Dabei ist der Maulwurf ein sehr nützliches Tier, denn er durchmischt und durchlüftet den Boden. Sinnlos ist übrigens das Vergrämen der Tiere, denn ein verwaistes Maulswurfsrevier wird bald

Christiane Bernhardt(030) 323 19 54
Projekt Wildtierpflege
in Berlin
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Bundesarbeitsgruppe Berlin-Brandenburgischer Freundeskreis Kleiner Säugetiere, Dr. H.-D. Beerbalk (030) 46 30 - 75 80
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