Igel
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Wegen ihres markanten und drolligen Aussehens gehören Igel (Erinaceus europaeus) wohl zu den bekanntesten und beliebtesten einheimischen Säugetieren. Als so genannter Kulturfolger fühlt sich der stachlige Geselle in großstädtischen Gärten und Parks besonders wohl. Die nacht- und dämmerungsaktiven Insektenfresser sind vor allem in den frühen Morgenstunden und am späten Abend auf der Suche nach Würmern, Insekten und Schnecken unterwegs, verschmähen aber auch reifes Obst nicht.

Leider drohen dem Igel in der Stadt zahlreiche Gefahren: Unzählige Tiere fallen jedes Jahr dem Straßenverkehr zum Opfer, verunglücken in unbedeckten Gräben und Gruben, ertrinken in Swimming-Pools und Gartenteichen. Auch der Einsatz von (giftigen) Insektiziden, Herbiziden und Düngern in den Gärten gefährdet den Igel, so dass der Bestand der nützlichen Tiere überall gefährdet ist. Es sollte darum bei allen Rettungsaktionen
beachtet werden: Igel gehören zu den besonders geschützten Arten. Es ist verboten, sie zu fangen, zu verletzen, ihre Lebensstätten zu zerstören oder gar sie zu töten.

Gartenbesitzer, die den Igeln helfen wollen, tun dies am besten, indem sie für so viel „Natur“ wie möglich sorgen: Hecken und Büsche, liegengelassene Holzstapel, Reisighaufen und Herbstlaub bieten den Tieren ideale Versteckmöglichkeiten. Wichtig ist auch, darauf zu achten, dass die Zäune für Igel durchlässig sind. Viele Igel ziehen sich sonst bei ihren Wanderungen von Garten zu Garten schwere Verletzungen zu. Auf den Einsatz giftiger Schneckenkörner und Unkrautvernichter sollte verzichtet werden, und für eine flache Wasserschale sind Igel immer dankbar.

Ein großes Problem ist das – sicher oft gut gemeinte – „Igelsammeln“. Igel sind echte

Arbeitskreis Igelschutz
Berlin e.V.
(030) 404 92 51
Projekt Wildtierpflege
in Berlin
(030) 54 71 28 92
Kurt Volkmann (NABU)(030) 657 18 34

Fam. Kolb (NABU)(030) 477 25 14
Tierheim Berlin(030) 768 88-0
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