Hasen & Wildkaninchen
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Obwohl sie ebenfalls zur Ordnung der Hasentiere gehören, sind Wildkaninchen (Oryctolagus cuniculus) mit den „echten“ Hasen nur entfernt verwandt. Die Arten unterscheiden sich dabei nicht nur durch ihr äußerliches Erscheinungsbild (Hasen sind viel größer, haben auffällig lange Ohren und Hinterbeine), auch ihre Lebensweise ist sehr verschieden.

Wildkaninchen leben in großen Kolonien, sie legen ein unterirdisches Gangsystem an, in das sie sich bei Gefahr rasch zurückziehen. Der Europäische Feldhase (Lepus europaeus) dagegen ist ein Einzelgänger, das Weibchen wirft in einer flachen – Sasse genannten – Mulde nur drei bis vier Junge, die im Gegensatz zu jungen Kaninchen Nestflüchter sind.

Der Bestand an Feldhasen ist in den letzten Jahrzehnten leider dramatisch zurückgegangen. Nur noch vereinzelt kann man sie in Berlin
beobachten. Die Tiere stehen unter strengem Schutz. Wildkaninchen dagegen haben sich unter den günstigen großstädtischen Bedingungen stark vermehrt und werden an einigen Standorten bekämpft.

Oft kann man in den Sommermonaten Kaninchen beobachten, die apathisch, mit eitrig geschwollenen Augen, auf den Wiesen hocken. Diese Tiere sind an Myxomatose erkrankt, einer für Kaninchen meist tödlich verlaufenden unheilbaren Virusinfektion. Diese Krankheit reduziert von Zeit zu Zeit die Population erheblich und ist auch auf Hauskaninchen übertragbar – darum wilde Kaninchen nie zum Stubenhoppel in den Käfig setzen!

Hilfsmaßnahmen

Tierheim Berlin(030) 768 88-0
Bundesarbeitsgruppe
Berlin-Brandenburgischer Freundeskreis Kleiner Säugetiere,
Dr. H.-D. Beerbalk
(030) 46 30 - 75 80
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