Greifvögel & Eulen
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Greifvögel und Eulen gehören zu den nach dem Bundesnaturschutzgesetz streng geschützten Vögeln, das sollte bei allen Hilfs- und Rettungsmaßnahmen immer bedacht werden. Zu den Greifvögeln, die in einer Großstadt wie Berlin anzutreffen sind, gehört der Turmfalke (Falco tinnunculus), den man in einigen Bezirken über Dächern und Schornsteinen kreisen sieht. Inzwischen wieder weit verbreitet ist der Habicht (Accipiter gentilis), der seiner Hauptbeute, der Straßentaube, folgend, auch im bebauten Stadtbereich zu beobachten ist, und der Wanderfalke (Falco peregrinus). Auf stadtnahen Feldfluren, Ackerflächen und im Umland ist der Mäusebussard (Buteo buteo) häufig zu beobachten. Seltener anzutreffen sind Rohrweihe (Circus aeruginosus), Sperber (Accipiter nisus) und Schwarzmilan (Milvus migrans).

Auch Eulen, die bedrohten Jäger der Nacht, wie Waldkauz (Strix aluco), Schleiereule (Tyto alba)        
und Waldohreule (Asio otus), sind in unserer Stadt heimisch. Die Tiere sind streng geschützt und dürfen nur von Fachleuten versorgt und aufgepäppelt werden.

Beim Turmfalken, Habicht und Sperber handelt es sich bei verletzten Tieren oft um Altvögel. Die Tiere fliegen gegen Scheiben, Zäune und andere Hindernisse und leiden unter mehr oder weniger schweren Anflugverletzungen. Aus dem Horst gefallene Jungtiere findet man am ehesten beim Turmfalken; auch Waldkäuze und Waldohreulen in der so genannten Ästlingsphase (die Jungvögel verlassen noch nicht perfekt flugfähig das Nest) können „abstürzen“ und dann hilflos am Boden sitzen.

Wird ein verletzter oder verwaister Greifvogel gefunden, bitte unbedingt den genauen Fundort notieren, ebenso das Funddatum und die Umstände, unter denen das Tier gefunden wurde.

AG Greifvogelschutz Berlin und Bernau im NABU:
Rainer Altenkamp
(030) 832 5283
Katrin Koch
(dienstl. / priv.)
030) 986 08 37 -28
(030) 94 38 00 11

Stefan Kupko (Pflegestation für Turmfalken)
(dienstl. / priv. / mob.)
(030) 79 03 21 12
(030) 79 40 38 52
(0177) 396 88 43
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