Aktuelles aus der Stiftung Naturschutz Berlin
September 2011

Inhalt des Stiftungsbriefes Nr. 94

1. Kolumne des Monats: „Gemeinsam stark“

1. Kolumne des Monats: „Gemeinsam stark“

Vielerorts in und um Berlin kämpfen Bürgerinitiativen gegen unsinnige Bauprojekte und Naturzerstörung – zum Teil grenzüberschreitend und seit vielen Jahren. Eine dieser Initiativen ist der Förderverein Landschaftsschutzgebiet Buschgraben/Bäketal. Mehr dazu in der Kolumne von Marianne Weno hierOpens internal link in current window

2. SNB-Förderprojekt: „Honigbienen und ihre wilden Verwandten“

2. SNB-Förderprojekt: „Honigbienen und ihre wilden Verwandten“

So klein sie sind, so groß ist ihre Bedeutung für die Natur. Bienen sind unverzichtbar für die Ernährung der Menschheit. Nach Schätzungen von Wissenschaftlern werden 71 der rund 100 Pflanzenarten, die über 90 Prozent unserer Ernährung sicherstellen, von Bienen bestäubt. „Würde die Biene von der Erde verschwinden, hätte der Mensch noch vier Jahre zu leben“, lautet ein Albert Einstein zugeschriebenes Zitat.

Umso alarmierender der drastische Rückgang der Bienenbestände, den Wissenschaftler und Imker in den letzten Jahren und Jahrzehnten weltweit beobachten und den auch das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) bestätigt hat. Deshalb hat das Umweltforum für Aktion und Zusammenarbeit (UAZ) im Oktober 2010 die Aktion „Berlin summt“ gestartet. Im Rahmen des Projekts wurden auf mehreren prominenten Gebäuden und an bekannten Orten der Hauptstadt Bienenstöcke aufgestellt - so z. B. auf dem Abgeordnetenhaus, dem Berliner Dom, dem Museum für Naturkunde und dem Haus der Kulturen der Welt.

Jüngste Aktion des UAZ ist die Wanderausstellung „Honigbienen und ihre wilden Verwandten“, die von der Stiftung Naturschutz gefördert wird. Ab 5. September ist sie zwei Wochen lang im Foyer des Alten Rathauses Marzahn (Helene-Weigel-Platz 8) zu sehen, einem der repräsentativen Berliner Bienenstandorte. Danach kann die Ausstellung an weiteren Orten der Stadt besichtigt werden, und zwar vom

  • 20.9. - 4.10.11 in der Mensa Oase Adlershof (Rudower Chaussee 25, 12489 Berlin),
  • 4.10. -17.10.11 in der Mensa Lankwitz (Malteser Str. 74, 12249 Berlin),
  • 17.10. - 31.10. 11 in der Veggie Mensa (Steglitz-Zehlendorf, Van´t-Hoff-Str. 6, 14195 Berlin),
  • 31.10 - 14.11.11 in der Mensa FU II (Steglitz-Zehlendorf, Otto-von-Simon-Str. 26) und
  • 14.11. - 28.11.11 im Rathaus Wilmersdorf (Fehrbelliner Platz 4, 10707 Berlin).


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3. Erfolgreiches Finanzmanagement für den Park am Gleisdreieck

3. Erfolgreiches Finanzmanagement für den Park am Gleisdreieck

Am 02. September war es soweit – der östliche Teil des Parks am Gleisdreieck wurde eröffnet. Wo fast 150 Jahre lang Güterzüge fuhren und beladen wurden, laden jetzt Wiesen, Ballspielflächen, ein Wäldchen, der interkulturelle Rosenduftgarten und nicht zuletzt ein Naturerfahrungsraum die Berlinerinnen und Berliner ins Grüne ein. Und damit ist erst der Anfang gemacht. 2013 soll der große Westpark fertig sein und danach folgt die Fertigstellung des südlichen Teilstücks zwischen Yorck- und Monumentenstraße. Finanziert werden kann dieses Vorhaben, weil die Investoren des Potsdamer Platzes ab Mitte der 90er Jahre Ausgleichs- und Ersatzgelder in Höhe von knapp 21 Mio. Euro zahlten. Die Verwaltung dieser Mittel wurde der Stiftung Naturschutz Berlin übergeben. Auf diese Weise wurde sichergestellt, dass das Geld nur für die Errichtung des Parks verwendet wird. Doch die Stiftung überwacht nicht nur die ordnungsgemäße Verwendung der Gelder, sie hat diese zudem durch ein gutes Finanzmanagement bis heute um ein Drittel gemehrt. Das sind über 7 Millionen Euro zusätzlich, die ebenfalls der Entwicklung des Parks zu Gute kommen. Allen, die mehr über den neuen Park am Gleisdreieck wissen möchten, empfehlen wir die Führungen, die von April – Oktober jeden zweiten Sonntag im Monat stattfinden. Mehr Infos unter
www.gruen-berlin.de/parks-gaerten/park-am-gleisdreieck/

4. Pilzberatung in der Stiftung Naturschutz

4. Pilzberatung in der Stiftung Naturschutz

Über reichlich Beute konnten sich Pilzsammler in den letzten verregneten Sommerwochen nicht beklagen, und auch der Herbst, die eigentliche Pilzsaison, lässt so manche erfolgreiche Pirsch erhoffen. Aber wie jedes Jahr gilt auch diesmal: Vorsicht ist geboten! Denn nicht alle Pilzliebhaber sind routinierte Pilzkenner, und leicht kann es vorkommen, dass sich dieser oder jene „Giftzwerg“ unter die begehrten Waldfrüchte mischt. Wer im Zweifel ist und ganz sicher gehen möchte, dass seine Pilzmahlzeit ein Genuss ohne Reue wird, kann sich – wie in den vergangenen Jahren – von den Profis der Pilzkundlichen Arbeitsgemeinschaft Berlin-Brandenburg beraten lassen. Möglichkeit dazu besteht jeden Montag zwischen 17.30 und 18.00 Uhr in den Räumen der Stiftung Naturschutz (Potsdamer Straße 68, 4. Stock). Bitte beachten Sie, dass ausschließlich Einzelexemplare begutachtet werden können.

5. Pflanze des Monats: Das Echte Eisenkraut

5. Pflanze des Monats: Das Echte Eisenkraut

Allein in Berlin gibt es 230 Pflanzenarten mit sehr hoher und hoher Schutzpriorität. Die Stiftung Naturschutz stellt Ihnen jeden Monat eine dieser ausgesuchten Zielarten vor – diesmal das Echte Eisenkraut, eine seit dem Altertum bekannte krautige Heilpflanze, die als typisches Gewächs dörflicher „Unkraut- und Ruderalfluren“ gilt. Die Art kann man vereinzelt an Wegen, Mauern, Zäunen und auf Schutthalden finden – in Berlin allerdings nur noch sehr selten. Mehr dazu hierOpens internal link in current window

6. Kleine Anfragen aus dem Abgeordnetenhaus im August

6. Kleine Anfragen aus dem Abgeordnetenhaus im August

Tiere
Welchen Einfluss nimmt der Berliner Senat als Geldgeber Zoo-Politik?
Abgeordnete: Claudia Hämmerling (Bündnis 90 / Die Grünen)
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Pflanzen/Grünflächen

Bäume in Berlin
Abgeordneter: René Stadtkewitz (fraktionslos)
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Kahlschlag in der Wuhlheide für kürzere Wartezeiten bei Konzerten?
Abgeordneter: Stefan Ziller (Bündnis 90 / Die Grünen)
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Berlins Parks - Leere Kassen, leere Beete?
Abgeordneter: René Stadtkewitz (fraktionslos)
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Verkehr
Brücke am S-Bahnhof Marzahn endlich verlängern
Abgeordnete: Margrit Barth (Die Linke)
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Haltestelle „Zitadelle“ der Buslinie X 33 - fest im BVG-Fahrplan verankert?
Abgeordneter: Matthias Brauner (CDU)
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Sonstiges
Spielplätze in Berlin: Verschmutzt, beschädigt, vom Aussterben
bedroht?(II)
Abgeordneter: Mirco Dragowski (FDP)
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Flugrouten III: Kladow, Gatow und der Forschungsreaktor BER II des Helmholtz-Zentrums Berlin in der Flugschneise?
Abgeordneter: Peter Trapp (CDU)
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