Aktuelles aus der Stiftung Naturschutz Berlin
November 2010

Inhalt des Stiftungsbriefes Nr. 84

1. Kolumne des Monats: „Tank oder Teller?“

1. Kolumne des Monats: „Tank oder Teller?“

Vor dreizehn Jahren wurde auf einem Welternährungsgipfel beschlossen, die Zahl der Hungernden bis 2015 zu halbieren. Stattdessen ist sie auf eine Milliarde gestiegen, obwohl mehr Nahrungsmittel denn je produziert werden. Dazu trägt auch das „land-grabbing“ bei, eine neue Form des Landraubes. Mehr dazu in der Kolumne von Marianne Weno

2. SNB hilft bei der Erhaltung bedrohter Pflanzenarten: Die Rettung des Ohrlöffel …

2. SNB hilft bei der Erhaltung bedrohter Pflanzenarten: Die Rettung des Ohrlöffel …

Die Pflanzenarten Ohrlöffel-Leimkraut (Silene otites) und Grünblütiges Leimkraut (Silene chlorantha) gehören als vom Aussterben bedrohte Arten zu den prioritären Zielarten des Berliner Florenschutzes. Um ihre Bestände in Berlin zu stützen, hat die Koordinierungsstelle Florenschutz der Stiftung Naturschutz Berlin in Zusammenarbeit mit dem Botanischen Garten und Botanischen Museum Berlin Dahlem, der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und dem Landesbeauftragten für Naturschutz und Landschaftspflege 42 Exemplare vom Grünblütigen Leimkraut und 57 Exemplare vom Ohrlöffel-Leimkraut wieder in ihren Herkunftsgebieten ausgebracht. Außerdem erfolgte auf einer Fläche an einem Trockenhang beim Strandbad Wannsee die Aussaat von 440 Samen des Ohrlöffel-Leimkrauts, die in der Nähe im Grunewald an einem stark gefährdeten Fundort der Art gesammelt wurden. Im nächsten Jahr wird sich herausstellen, ob diese Maßnahmen Wirkung zeigen. Wir halten Sie auf dem Laufenden.

3. Pflanze des Monats

3. Pflanze des Monats

Allein in Berlin gibt es 230 Pflanzenarten mit sehr hoher oder hoher Schutzpriorität. Die Stiftung Naturschutz stellt Ihnen jeden Monat eine dieser ausgewählten Zielarten vor. Diesmal ist es die Tauben-Skabiose, die uns noch bis in den November hinein mit ihren blauvioletten Blüten erfreut. Auch viele Schmetterlingsarten profitieren von der langen Blütezeit, denn die Pflanze dient ihnen als Nahrungsquelle. Den nicht gerade vertrauenerweckenden Namen hat die Tauben-Skabiose übrigens aufgrund ihrer früheren Verwendung als Heilmittel erhalten. Erfahren Sie mehr

4. „Wer den Taler nicht ehrt …“

4. „Wer den Taler nicht ehrt …“

Keine Idee fürs Wochenende? Im Umweltkalender Berlin sind aktuell 1.600 Angebote verzeichnet. Da ist für jede/n etwas dabei. Die positive Resonanz der Nutzer unseres Online-Kalenders bestätigt – die Zeit war reif für eine solche Idee. Finanziell steht das Projekt jedoch noch nicht auf festen Füßen und jeder Euro hilft. Daher unsere Bitte: Sie können das Projekt Umweltkalender Berlin der Stiftung jetzt finanziell unterstützen, ohne selbst dafür einen Cent ausgeben zu müssen. Vom 1. bis 14. November 2010 werden in Berlin von der Veolia-Stiftung Postkarten in Gastro-, Kultur- und Freizeiteinrichtungen verteilt sowie in einigen Tageszeitungen beigelegt. Auf diesen Postkarten befinden sich Aufkleber mit goldenen Talern. Wer uns diese zukommen lässt, kann dazu beitragen, dass das Projekt eine Spende von 1.000 Euro erhält. Dazu müssen wir allerdings 100 dieser Taler zusammenbekommen. Sie können uns Ihre Fundstücke vorbeibringen oder natürlich zusenden an: Stiftung Naturschutz Berlin, Potsdamer Str. 68, 10785 Berlin – bitte den Absender nicht vergessen. Wer persönlich vorbeikommt, wird mit einer Flasche Bionade belohnt!

5. Es kann der Beste nicht in Frieden leben … / Untermieter gesucht

5. Es kann der Beste nicht in Frieden leben … / Untermieter gesucht

Nette Nachbarn und einen freundlichen Vermieter – wer hätte das nicht gern?
Sollten Sie gerade auf der Suche nach neuen Büroräumen sein, dann haben wir ein Angebot für Sie. Für die netten Nachbarn und einen ebensolchen Vermieter können wir garantieren, denn beides sind wir selbst. Wer also in unmittelbarer Nähe zur Stiftung Naturschutz Berlin sein neues berufliches Domizil einrichten möchte, ist herzlich aufgefordert, sich bei uns zu melden. Schreiben Sie uns eine E-Mail mit Ihren Kontaktdaten – wir kommen auf Sie zu. Insgesamt stehen bis 350 m2 für Büro-, Archiv- und Veranstaltungszwecke zur Verfügung. Gegebenfalls können auch kleinere Einheiten gemietet werden.
mail(at)stiftung-naturschutz.de

6. Vorträge der Pilzkundlichen Arbeitsgemeinschaft Berlin-Brandenburg

6. Vorträge der Pilzkundlichen Arbeitsgemeinschaft Berlin-Brandenburg

Wie jedes Jahr im Spätherbst lädt die Pilzkundliche Arbeitsgemeinschaft Berlin-Brandenburg auch in diesem Jahr zu ihrer populärwissenschaftlichen Themenreihe in den Räumen der Stiftung Naturschutz Berlin ein.
Das Vortragsprogramm startet am 29. November mit einem Reisebericht von Wolfgang Michel. Sein Titel: „Von Rio nach Lima – 4.000 km quer durch Südamerika“. Der Vortrag beginnt um 18 Uhr im großen Sitzungsraum (4. Stock), Potsdamer Straße 68, 10785 Berlin.
Schon vorab möchten wir auf den nächsten Vortrag am 6. Dezember hinweisen. Unter dem Titel „Zu Gast in Japan“ berichtet Gerhard Struck über seine Reise „mit dem Chor durch das Land der Kirschblüten“.
Pilzsammler haben noch bis Ende November jeden Montag zwischen 17.30 und 18.00 Uhr Gelegenheit, Einzelexemplare ihrer Funde von Experten der Pilzkundlichen Arbeitsgemeinschaft in der Stiftung Naturschutz begutachten zu lassen.
www.pabb.de