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2009

Aktuelles aus der Stiftung Naturschutz Berlin
im November 2009
Inhalt des Stiftungsbriefes Nr. 72
1. Stiftung Naturschutz informiert über „Lebensraum Friedhof“
1. Stiftung Naturschutz informiert über „Lebensraum Friedhof“
Von Goethe ist der Ausspruch überliefert, dass Leben die schönste Erfindung der Natur sei – „und der Tod ihr Kunstgriff, viel Leben zu haben“.
In wenigen Tagen ist Totensonntag. Viele Menschen werden die Gräber ihrer verstorbenen Angehörigen besuchen und dabei erneut die Erfahrung machen, dass Friedhöfe nicht nur Stätten des Gedenkens und der stillen Erholung sind, sondern auch wichtige Lebensräume für Tiere und Pflanzen. Orte, in denen sich mitten im Tod das Leben entfaltet. Auf ihre große Bedeutung für das Grün in der Stadt verweist die Broschüre „Lebensraum Friedhof“, die die Stiftung Naturschutz in Kooperation mit der Berliner Landesarbeitsgemeinschaft Naturschutz (BLN) herausgegeben hat. Das 32 Seiten umfassende Heft enthält unter anderem Informationen zur Geschichte und zur kulturhistorischen Bedeutung von Friedhöfen, beschreibt deren Artenvielfalt und gibt dem Leser wichtige Hinweise für eine naturgerechte Gestaltung und Pflege der Grabstätten. Die Broschüre können Sie kostenlos bei der Stiftung Naturschutz Berlin abholen bzw. sich gegen eine Portogebühr von 3,50 Euro zuschicken lassen.
2. Dem Umweltmagazin OZON droht erneut die Abwicklung
2. Dem Umweltmagazin OZON droht erneut die Abwicklung
Erneut soll die Sendung OZON, eines der renommiertesten Umweltmagazine Deutschlands, abgewickelt werden. Nach dem 2003 gescheiterten Versuch, OZON aus dem Programm zu nehmen, und der 2007 erfolgten Verlagerung auf einen wenig attraktiven späten Sendeplatz will die Intendanz des rbb-Fernsehens jetzt das Magazin in eine monothematische Feature- und Reportagereihe verändern und damit de facto aus dem rbb-Programm streichen. Diese Absicht der Intendanz ist nicht nur bei Umweltschützern und Freunden der beliebten Sendereihe auf Unverständnis und Ablehnung gestoßen, sondern hat auch scharfe Proteste von Bundestagsabgeordneten der Fraktionen Bündnis 90/ Die Grünen und der Linken hervorgerufen. Auch die Stiftung Naturschutz Berlin, die das rbb-Fernsehmagazin erst im vergangenen Jahr mit dem Berliner Naturschutzpreis ausgezeichnet hat, hält die Entscheidung der Rundfunkleitung für nicht akzeptabel. Sie fordert die Beibehaltung dieser Sendereihe, die seit mehr als 20 Jahren mit ihrem kritisch-couragierten Journalismus und einer Mischung aus regionalen und globalen Themen Maßstäbe in der Medienlandschaft gesetzt hat.
