Aktuelles aus der Stiftung Naturschutz Berlin
Juli 2012

Inhalt des Stiftungsbriefes Nr. 104

1. Langer Tag der StadtNatur – 
Erfolgsprojekt mit ungewisser Zukunft

1. Langer Tag der StadtNatur – 
Erfolgsprojekt mit ungewisser Zukunft

Der Lange Tag der StadtNatur 2012 war mit 530 Veranstaltungen nicht nur so umfangreich wie nie zuvor, er verzeichnete auch trotz Regens am Samstag einen großen Besucherandrang. Rund 22.000 Berlinerinnen und Berliner folgten der Einladung ins Grüne. Insgesamt boten mehr als 200 Akteure – auch dies ist ein neuer Rekord – am Langen Tag der StadtNatur Veranstaltungen an.
Ein Schwerpunktthema des Events war in diesem Jahr das „urban-gardening“. Ob klassischer Kleingarten oder Landwirtschaft mitten in der Stadt, ob Bienenstöcke auf Rädern, Mietgarten oder „Landbau im Vorbeigehen“ – am Langen Tag der StadtNatur konnten die Besucher die gesamte Palette modernen Gärtnerns kennenlernen. Die Führungen zu den Schafen und Gemüsegärten des Landschaftsparks Herzberge wurden dabei in acht Sprachen durchgeführt. Hier gab es mit türkischen Simultanübersetzungen sogar ehrenamtliche Unterstützung durch ein Mitglied des Abgeordnetenhauses.

Eine positive Bilanz der diesjährigen Veranstaltung zieht auch Dr. Johann-Wolfgang Landsberg-Becher, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Naturschutz Berlin:
 „Der Lange Tag der StadtNatur wird immer beliebter und bekannter. Besonders freut uns, dass er bereits zum Exportschlager geworden ist. Nach Berlin veranstalten nun auch Hamburg, Kiel und Dessau einen Langen Tag der StadtNatur. Und weitere Städte stehen in den Startlöchern.“
Trotz der positiven Resonanz fürchtet die Stiftung Naturschutz Berlin um den Fortbestand des Projektes. „Wenn die Veolia Wasser GmbH ihr Engagement in der Stadt wegen der Rekommunalisierung der Berliner Wasserversorgung aufgeben muss“, so Landsberg-Becher, „fehlt dem Projekt die finanzielle Basis. Veolia Wasser engagiert sich seit fünf Jahren für dieses Projekt und ist Hauptunterstützer. Wir vertrauen jedoch darauf, dass das Land Berlin dieses Problem bei seinen Rückkaufabsichten mit bedenkt und bei einem Rückkauf eine Lösung sucht, die den Fortbestand des Langen Tags garantiert. Brechen die Gelder ersatzlos weg, gab es 2012 den letzten Langen Tag der StadtNatur.“

2. Ferienaktionen auf „umweltkalender-berlin.de“

2. Ferienaktionen auf „umweltkalender-berlin.de“

Ein aktueller Tipp für alle Eltern, die ihre Kinder lieber draußen als am Computer sehen: Einfach auf www.umweltkalender-berlin.deOpens external link in new window mit dem Stichwort „Ferien“ im Feld „Kalender durchsuchen“ suchen und aus den vielen Treffern die spannendsten auswählen. Ob „Rätsel-Safari zu den bedrohten Tierarten“ im Zoo, „Waldwoche mit Badespaß“ in der Waldschule Spandau oder „Sommerferien-Forschercamp!“ in der Kinder- und Jugendakademie METEUM – mit Sicherheit ist für jeden das Richtige dabei.
Mit Hilfe des Umweltkalenders Berlin können Sie auch im Rest des Jahres allein oder mit der Familie auf „Großstadtsafari“ gehen. Dank der ausgeklügelten Suche im Umweltkalender finden Sie schnell die für Sie passende Natur-Aktion in dem Angebot von bis zu 1.000 Veranstaltungen rund um die Berliner Natur und Umwelt.

3. Die neue „Schulzeit“ ist da

3. Die neue „Schulzeit“ ist da

Auch wenn für viele Berliner Kinder die Ferienzeit gerade erst begonnen hat – das neue Schuljahr ist nicht fern. Für die künftigen ABC-Schützen wird es einen neuen Lebensabschnitt einleiten und für ihre Eltern Anlass sein, sich spätestens jetzt Gedanken zu machen, was sie ihren Sprösslingen mit auf den ersten Schulweg geben sollen. Um ihnen zu helfen, die richtige Entscheidung zu treffen, hat die Stiftung Naturschutz vor 13 Jahren ihren Ratgeber für einen umweltfreundlichen Schulanfang ins Leben gerufen. Auch in diesem Jahr enthält die aktualisierte Broschüre „Schulzeit“ eine Vielzahl praktischer Tipps. Sie zeigen u. a., wie und wo man Schulmaterialien nicht nur umweltverträglich und gesundheitsfördernd, sondern auch preisgünstig einkaufen kann, worauf es bei der Ernährung der Schulkinder ankommt, was sie beim Schulweg zu beachten haben und welche Versicherungen bei Kindern dringend notwendig sind.

Die Broschüre kann im Online-Shop der Stiftung Naturschutz Berlin unter 
http://www.stiftung-naturschutz.de/service/shop/Opens internal link in current window zum Preis von 1,50 € (zzgl. Versandkosten) bestellt oder kostenlos unter www.stiftung-naturschutz.de/veroeffentlichungen/schulzeit/Opens internal link in current window als PDF -Dokument heruntergeladen werden.

4. Kunst aus Abfall – ein Projekt mit Berliner Schülern

4. Kunst aus Abfall – ein Projekt mit Berliner Schülern

Unter dem Titel „Jäger und Sammler – Aus Müll wird Kunst – Stadtweites Projekt“ hat die Sisyphos-Gesellschaft zur Förderung von Kunst und Kultur Projektwochen für Berliner Grundschulen angeboten, in denen das Abfallaufkommen im öffentlichen Raum (Grünanlagen, öffentliche Plätze, Gehwege) thematisiert wurde. Umgesetzt wurde die aus Mitteln des Förderfonds Trenntstadt der Stiftung Naturschutz Berlin finanzierte Müllsammel-Aktion mit künstlerischen Mitteln. Das sollte dazu beitragen, die Motivation und die Bewusstseinsbildung bei den Kindern zu fördern. Für die Sammlung von Material für die Kunstwerke haben die Antragsteller mit den Schülerinnen und Schülern die Schulumgebung durchforstet, so „nebenher“ Straßen und Parks gesäubert und den Jugendlichen durch deren Aktivität verdeutlicht, wie viel Abfall im öffentlichen Raum herumliegt. Bei der gemeinsamen Sichtung der Ausbeute wurde nicht nur über die gesammelten Materialien, ihre Entstehung und ihre möglichen Entsorgungswege gesprochen, sondern auch über Wege zur Lösung der Abfallproblematik insgesamt, über Fragen des schonenden Ressourcenverbrauchs, über Abfalltrennung, Abfallverminderung und Abfallvermeidung.

Am 10. August 2012  findet im Rathaus Schöneberg die öffentliche Abschlusspräsentation des Projektes „Jäger und Sammler – Aus Müll wird Kunst – Stadtweites Projekt“ statt, bei der die Schülerinnen und Schüler ihre Kunstwerke zeigen. Vorgeführt wird dabei auch ein 30-minütiger Film, der das Projekt dokumentiert.

Weitere Informationen finden Sie unter www.sisyphos-gesellschaft.deOpens external link in new window

5. Pflanze des Monats: das Zierliche Tausendgüldenkraut

5. Pflanze des Monats: das Zierliche Tausendgüldenkraut

Allein in Berlin gibt es 230 Pflanzenarten mit sehr hoher und hoher Schutzpriorität. Die Stiftung Naturschutz stellt Ihnen jeden Monat eine dieser ausgesuchten Zielarten vor – diesmal das Zierliche Tausendgüldenkraut, ein geschütztes Enziangewächs, das im Hochsommer zur Blüte kommt und bis September flache Ufer, feuchte Sandstellen und Uferwege schmückt. Mehr dazu hierOpens internal link in current window

6. Kleine Anfragen aus dem Abgeordnetenhaus im Juni

6. Kleine Anfragen aus dem Abgeordnetenhaus im Juni

Tiere
Tierschutz
Abgeordnete: Evrim Sommer (Die Linke)

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Wie will der Senat einen schonenden Umgang der ForscherInnen mit Versuchstieren sicherstellen?
Abgeordnete: Claudia Hämmerling (Bündnis 90 / Die Grünen)

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Private Wildtierhaltung - bleiben Natur- und Tierschutz auf der Strecke?
Abgeordnete: Claudia Hämmerling (Bündnis 90 / Die Grünen)

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Wasser/Abwasser
Was passiert am Obersee?
Abgeordneter: Wolfgang Albers (Die Linke)

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Grundwasserstände in Biesdorf und Kaulsdorf
Abgeordneter: Alexander J. Herrmann (CDU)
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Luft/Lärm/Emissionen
Wie lange bleibt der Senat beim Klimaschutz ratlos?
Abgeordneter: Michael Schäfer (Bündnis 90 / Die Grünen)

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Altlasten
Altlastensituation im Gebiet Thälmannpark in Prenzlauer Berg
Abgeordneter: Andreas Otto (Bündnis 90 / Die Grünen)

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Verkehr
Planung und Wirkung der TVO zwischen B1/B5 und An der Wuhlheide
Abgeordneter: Harald Moritz (Bündnis 90 / Die Grünen)

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Wer ist für die Bürgerbeteiligung, Planung und Gestaltung der Bahnhofsvorplätze rund ums Ostkreuz eigentlich zuständig?
Abgeordneter: Marianne Burkert-Eulitz und Antje Kapek (Bündnis 90 / Die
Grünen)

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Sonstiges
Amphibienzaun an der A100-Trasse
Abgeordneter: Harald Moritz (Bündnis 90 / Die Grünen)
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Freiwilligendienste in Berlin I
Abgeordneter: Marianne Burkert-Eulitz (Bündnis 90 / Die Grünen)

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Ressourceneffizienz: Wer macht was bis wann?
Abgeordneter: Michael Schäfer (Bündnis 90 / Die Grünen)

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