Das Konzept der städtischen Naturerfahrungsräume

Das Konzept der städtischen Naturerfahrungsräume als neue Grünflächenkategorie entstand bereits 1998. Es sollte sich dabei um eine mindestens ein Hektar große „wilde“ Fläche in der nahen Wohnumgebung handeln, auf der Kinder und Jugendliche unbeaufsichtigt und ohne Geräte frei spielen können. Kinder sollten im städtischen Umfeld die Möglichkeit bekommen, mit der Natur in Kontakt zu treten. Vorbilder dafür fand man in Oppenheim mit seinem naturnahen Spielraum „Paradies” oder in Lübeck‘s „Naturwildnis”. Hinsichtlich der Pflege war angedacht, mindestens die Hälfte der Fläche sich selbst zu überlassen, die anderen Bereiche aber mit wenig Pflegeaufwand von wildem Bewuchs freizuhalten. 

Ein bundesweiter Arbeitskreis „Städtische Naturerfahrungsräume“Opens external link in new window gründete sich im Jahr 2000 mit dem Ziel, mehr Wissen über das Thema zu erlangen und die breite Öffentlichkeit, örtliche Politiker und Planer zu informieren. Darauf folgte im Jahr 2005 ein bundesweiter Kongress in München zum Thema „Kinder und Natur in der Stadt”, der zum Ergebnis die Herausgabe eines Handbuches für Politiker, Planer, Eltern und Agenda-21-Gruppen hatte. Seit dem Entstehen des Konzeptes der städtischen Naturerfahrungsräume wird nach einer Definition für diese gesucht, welche die Haupteigenschaften dieser RäumeOpens internal link in current window klar und eindeutig herausstellt.