Das Fauna-Team

Susanne BengschSusanne Bengsch
Leiterin Koord.stelle Fauna

 

 

Dr. Romain Clément
Koordinierungsstelle Fauna

 

 

Inka Harms
Koordinierungsstelle Fauna

 

 

Mira LangrockMira Langrock
Koordinierungsstelle Fauna

 

 

David NissenDavid Nissen
Koordinierungsstelle Fauna

 

 

Diana PetrichDiana Petrich
Koordinierungsstelle Fauna

 

 

 

 

 

So erreichen Sie uns:

Tel. (030) 26 39 4 - 0
Fax (030) 261 52 77
E-Mail: mail(at)stiftung-naturschutz.de


In Kooperation mit:


Betreut werden die gefiederten Vivantes-Gäste vom Greifvogelschutzbeauftragten Stefan Kupko, der auch in der Rettungsstelle des Vivantes Auguste-Viktoria Klinikums arbeitet, und sich seit vielen Jahren ehrenamtlich beim Naturschutzbund Deutschland engagiert.

Ein guter Jahrgang: Der Turmfalken-Nachwuchs 2017

Gemeinsam mit Vivantes ermöglichte die Stiftung Naturschutz Berlin besondere Einblicke in das Leben der Turmfalken. 

In den vergangenen Wochen konnten Sie auf unserer Seite verfolgen, wie der Nachwuchs zweier Tumfalken-Familien in Neukölln aufgezogen wurde. Mittlerweile sind die kleinen Flugkünstler, die im Wasserturm des Vivantes-Klinikum Neukölln geschlüpft und aufgewachsen sind, ausgeflogen. Wir haben untenstehend einige wichtige Meilensteine aus den vergangenen Wochen Für Sie zusammengestellt.


Turmfalkenhorst Süd

Turmfalkenhorst Süd

Die Wohnungssuche in Berlin kann ziemlich langwierig sein und der Einzug in ein neues Heim will gut überlegt sein - das gilt auch für Vögel. Dementsprechend ist es nicht verwunderlich, dass im März und April mehrere „Besichtigungen“ stattfanden. Neben verschiedenen Turmfalken hat sich dabei beispielsweise auch eine Ringeltaube im Horst blicken lassen. 

Pünktlich zu den Osterfeiertagen war dann aber bereits ein Paar eingezogen, und am Karfreitag (14. April) lag das erste Ei im Nest. Bis zum 25. April folgten noch fünf weitere Eier, die im Wechsel von den Elterntieren bebrütet wurden. Das war auch nötig, denn Ende April und Anfang Mai konnten die Lufttemperaturen vor dem Brutkasten noch unter den Gefrierpunkt rutschen. Im Turmfalkenhorst selbst gab es allerdings keinen Frost.

Dass die erwachsenen Turmfalken ihren Job gut gemacht haben, zeigte sich zwischen dem 20. und 24. Mai. Innerhalb kurzer Zeit schlüpften aus allen sechs Eiern gesunde Küken. Das bedeutete für die Elterntiere natürlich, dass sie sich bei der Jagd ordentlich ins Zeug legen mussten – immerhin warteten sechs hungrige Schnäbel auf frisches Futter. 

Bei der Beringung am 8. Juni zeigte sich, dass die Jungvögel nicht hungern mussten. Innerhalb weniger Tage haben sie ordentlich zugelegt und brachten bereits ein Gewicht zwischen 150 und 250 Gramm auf die Waage. Die Küken wurden beringt, damit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler das Leben der Turmfalken besser untersuchen können – beispielsweise ihre Lebensdauer und ihr Zugverhalten. 

Ende Juni verließen die Nachwuchs-Flugkünstler dann auch ihre Kinderstube und machten sich daran, die Welt außerhalb des Nistkastens zu erforschen.

Turmfalkenhorst Ost

Turmfalkenhorst Ost

Im östlichen Nistkasten war lange Zeit unklar, ob es tatsächlich zu einer Eiablage kommen würde. Immer wieder schauten sich Vögel dort um, unter anderem auch ein Ringeltauben-Pärchen. Doch am 15. Mai – und damit einen knappen Monat später als im südlichen Horst – legte ein Turmfalken-Weibchen schließlich doch das erste von insgesamt vier Eiern. 

Allerdings schlüpften zwischen dem 15. und 17. Juni nur drei Küken. Wie sich später herausstellte, war das vierte Ei nicht befruchtet. So etwas kann immer mal wieder passieren. Und auch mit lediglich drei Jungtieren hatten die erwachsenen Turmfalken alle Krallen voll zu tun. Fleißig schafften sie Nahrung heran und sorgten dafür, dass dem Nachwuchs – trotz der im Juni schon deutlich höheren Außentemperaturen – zu kalt wurde.

Die Beringung im östlichen Turmfalkenhorst fand am 4. Juli statt und damit etwa vier Wochen später als im südlichen Nistkasten. Bei der Aktion, die vom Turmfalken-Experten Stefan Kupko durchgeführt wurde, waren auch junge Patienten aus der Tagesklinik der Kinder- und Jugendpsychatrie dabei. Stefan Kupko arbeitet in der Rettungsstelle des Auguste-Viktoria-Klinikums und ist seit vielen Jahren ehrenamtlich in der AG Greifvogelschutz des NABU Berlin aktiv. 

Mitte Juli war es dann schließlich soweit. In der Turmfalken-Webcam konnte gut beobachtet werden, wie die Jungvögel bereits im Nistkasten ausprobierten, was ihre Flügel so alles können. Und knapp zwei Monate nach der Eiablage und einem Monat nach dem Schlüpfen machten sich dann auch die jungen Flugakrobaten aus dem östlichen Horst daran, den Himmel über Berlin zu erkunden. 

Eine "Raubtierfütterung" im östlichen Nistkasten


Eine detaillierte Beschreibung inklusive weiterer Fotos finden Sie im Turmfalken-TagebuchOpens external link in new window auf der Homepage von Vivantes. Dort können Sie alle Highlights aus den beiden Horsten noch einmal ausführlich nachlesen. 


Bildnachweis Titelbild: Mäusebussard Astrid Brillen, Astrid / piclease (Mäusebussard, oben links); Martin, Christof / piclease (Weinbergschnecke, mitte links); Löderbusch, Wilfried / piclease (Zauneidechse, unten links); Laussmann, Tim / piclease (Biene, oben mitte); Starik, Nicole (Fledermaus, mitte mitte); Wachmann, Ekkehard / piclease (Frühe Adonislibelle, mitte unten); Pauluhn, Georg / piclease (Kleiber, rechts oben); Fiderer, Christian (Grasfrosch, rechts mitte); Stiftung Naturschutz Berlin (Waschbär, rechts unten)