Umweltreport
Sie haben keine Zeit, die tägliche Flut an Zeitungsinformationen durchzuarbeiten, wollen aber trotzdem das Neueste aus dem Umweltgeschehen in der Region erfahren?
Dann lesen Sie einfach unseren Umweltreport! Aus vielfältigen Quellen haben wir das Aktuellste für Sie herausgesucht.
Umweltreport Archiv
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August 2010
Grüne beanstanden falsche Prioritäten beim Klimaschutzgesetz
Der Energiefachmann der Berliner Grünen, Michael Schäfer, sieht die Kritik von Mieterverein, IHK und BUND bestätigt, dass der von Umweltsenatorin Katrin Lompscher vorgelegte Entwurf des Klimaschutzgesetzes falsche Prioritäten setze. Statt in unrentable Solaranlagen zu investieren, sollten Hausbesitzer lieber zur besseren Dämmung ihrer Gebäude animiert werden, um den Energiebedarf zu senken. Das gelte erst recht, wenn die Energiekosten stärker steigen sollten als von der Berliner Energieagentur angenommen. Für den Umweltexperten der SPD-Fraktion, Daniel Buchholz, sind die Kosten des Klimaschutzes dagegen kein Grund, das Gesetz zu stoppen. Allerdings müssten diese „sozialverträglich“ sein. Das bedeute vor allem einen sanften Einstieg, zunächst also Handlungszwang nur für die schlimmsten Energieverschwender.
31. 8. 10 (Quelle: Der Tagesspiegel)
Berlin leidet wie nie zuvor unter Pflanzenschädlingen
Neben den 48.000 weißblühenden Kastanien Berlins, die in diesem Jahr unter einem extrem hohen Miniermotten-Befall leiden, sind auch andere Baumarten der Stadt wie nie zuvor von Schädlingen bedroht. So u. a. vom heimischen, hoch allergenen Eichenprozessionsspinner, der sich in den Berliner Wäldern derart ausgebreitet hat, dass Pflanzenschutzamt und Berliner Forsten schon Spezialfirmen zur Beseitigung anrücken ließen. Den Grund der bislang beispiellosen Invasion sieht Barbara Jäckel, Expertin im Berliner Pflanzenschutzamt, im harten und kalten Winter. Die konstante Schneedecke ermöglichte den Puppen im Boden einen bequemen Winterschlaf, der ihre Energiereserven im Frühjahr zur vollen Entfaltung brachte.
30. 8. 10 (Quelle: Der Tagesspiegel)
Erbauer des Gleisdreieck-Parks reagieren auf Proteste
Nach den von Umweltschützern und Anwohnern erhobenen Protesten gegen großflächige Abholzungen auf dem Gelände des Gleisdreiecks haben die Erbauer des 26 Hektar großen Parks reagiert. „Mehr als geplant lassen wir jetzt stehen“, erklärte Regina Krokowski, die Projektleiterinvon der Grün Berlin Park und Garten GmbH. So würden an einigen Stellen Wildwuchs und Totholz nicht mehr beseitigt, Wege um Bäume herum gebaut und mehr Baumgruppen als Vegetationsinseln auf den Wiesen stehen gelassen. Neu seien u. a. zwei Naturspielplätze, auf denen es keine Schaukeln und Wippen, dafür aber Matsch, Sand, Steine, Holz sowie Brombeerbüsche und Apfelbäume gibt. 60 Kleingärten, die ursprünglich Sportplätzen weichen sollten, können bleiben.
28. 8. 10 (Quelle: Berliner Zeitung)
Senat will Biomüll komplett energetisch verwerten
Noch landen rund 400.000 von 1,2 Millionen Tonnen Berliner Bio-Abfall in den Restmülltonnen. Bis 2020 sollen diese Stoffe komplett energetisch verwertet werden. Das steht in dem jetzt vom Senat beschlossenen Abfallwirtschaftskonzept. Die BSR hat nach Auskunft von Umweltstaatssekretär Benjamin Hoff bereits den Bau einer Vergärungsanlage für Bioabfall beantragt. Auch bei anderen Abfallarten soll die Recyclingquote weiter erhöht werden, „ohne dass die Gebühren steigen“. Das neue Abfallkonzept muss noch vom Abgeordnetenhaus beschlossen werden.
18. 8. 2010 (Quelle: Der Tagespiegel)
Bezirk Mitte sagt geplante Baumfällaktion ab
Die 130 Ahornbäume auf dem Gendarmenmarkt werden nicht gefällt. Nach den massiven Protesten von Umweltschützern und Bürgern laufe jetzt alles „auf ein Konzept für den Platz mit den Ahornbäumen hinaus“, erklärte Mittes Baustadtrat Ephraim Gothe. Nach seinen Worten sollen neue Varianten erarbeitet werden, „wo die Kugelbäume zum größten Teil erhalten bleiben“. Möglicherweise müssten allerdings einige für einen barrierefreien Zugang zum Platz geopfert werden. Den Vorwurf, er sei ein Baumschänder, will Gothe nicht auf sich sitzen lassen. Für mehrere Millionen Euro seien in Mitte in den vergangenen Jahren Grünanlagen neu gestaltet worden, so beispielsweise im Monbijoupark, auf dem Schinkelplatz und auf dem Friedrichswerder. Zudem habe Mitte neben Friedrichshain-Kreuzberg als einziger Bezirk eine positive Bilanz bei Straßenbäumen. Bis Herbst 2010 soll deren Zahl auf gut 25.800 ansteigen.
17. 8. 10 (Quelle: Berliner Zeitung)
NABU fordert besseren Vogelschutz für Tempelhofer Feld
Auf dem Areal des stillgelegten Flughafens Tempelhof sollte nach Ansicht des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) eine eigene Zone für bestimmte Sportarten, wie das Lenkdrachensteigen, eingerichtet werden. Der Lenkdrachensport bedrohe brütende Lerchen und andere Vögel auf dem Areal. Ein kürzlich mit tödlichen Verletzungen auf dem Feld aufgefundener Turmfalke ist nach Ansicht von Experten mit hoher Wahrscheinlichkeit Opfer von Lenkdrachen geworden.14. 8. 10 (Quelle: Berliner Zeitung)
25.000 Unterschriften für Brandenburger Alleen
Die Initiatoren der Volksinitiative zur Erhaltung der brandenburgischen Alleen haben im Landtag mehr als 25.000 Unterschriften übergeben. Sie wollen das Parlament damit zwingen, die geplante Fällung zahlreicher Alleebäume zu überdenken. Agrarminister Jörg Vogelsänger kündigte bereits an, sich für den Erhalt der Bäume einzusetzen. Aus Sicht von Natur- und Umweltschutzverbänden sind die Alleen in akuter Gefahr, da nach dem Willen der Landesregierung weit mehr Bäume gefällt als nachgepflanzt werden sollten.
13.8. 10 (Quelle: Berliner Morgenpost)
Neue Pläne für den Gendarmenmarkt
Über die Senatspläne für die Umgestaltung des Gendarmenmarktes wird neu nachgedacht. Das erklärte Mittes Baustadtrat Ephraim Gothe während einer Protestaktion des Fördervereins Gendarmenmarkt und des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Nach der Sommerpause werde ein Freiraumplaner neue Varianten für den Platz entwickeln. Der Entwurf solle auf einem Bürgerforum diskutiert werden. Der Förderverein hat inzwischen mehr als 8.000 Unterschriften gegen die bisher geplante Umgestaltung des Platzes gesammelt, die u. a. die Fällung von mehr als 160 Ahornbäumen vorsieht.
12. 8.10 (Quelle: Berliner Morgenpost)
Verkehrsplan sieht neue Tram-Strecken im Berliner Westen vor
Der Berliner Senat plant eine Ausweitung des Straßenbahnnetzes. Künftig sollen Straßenbahnzüge auch wieder in westlichen Stadtteilen verkehren, so u. a. auf der Potsdamer Straße, auf der Sonnenallee und in Alt-Moabit. Bislang gibt es im Westteil nur 2,6 Kilometer Straßenbahnstrecke; 1953 waren es noch 267 Kilometer. Der Fahrgastverband IGEB hat die Festschreibung dieser Vorhaben begrüßt – „auch wenn manche erst für die ferne Zukunft geplant sind“.
9. 8. 10 (Quelle: Berliner Zeitung)
Kleingärtner fordern Ersatzflächen in Tempelhof
Berlins Kleingartenverband fordert Ersatzflächen für die im Zuge der Stadtplanung vertriebenen Laubenpieper auf dem Areal des ehemaligen Flughafens Tempelhof. Auch auf dem Flughafen Tegel sollen Parzellen bereitgestellt werden, wenn dieser 2012 geschlossen wird. Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer erklärte in einer ersten Stellungnahme, dass diese Forderung zwar völlig neu sei, der bisher geplante Grünbereich im Nordwestteil des Flughafens Tegel Laubengrundstücke aber nicht ausschließe. In Tempelhof soll auf der Internationalen Gartenausstellung 2017 ohnehin gezeigt werden, wie eine künftige Kleingartenanlage aussehen könne.
6. 8. 10 (Quelle: Der Tagesspiegel)
Immer mehr Solarstrom in Brandenburg
Die Zahl der Photovoltaik-Anlagen in Brandenburg ist nach Angaben der Staatskanzlei von 784 im Jahr 2004 auf inzwischen knapp 8.600 gestiegen. Derzeit werde in einem ehemaligen Tagebau in Senftenberg eine weitere Solaranlage mit 14,4 Megawatt Leistung errichtet. In Werneuchen soll ein weiterer Solarpark entstehen, der einer der größten in Deutschland sein wird.
6. 8. 10 (Quelle: Berliner Zeitung)
Ökolandbau boomt in Brandenburg
Mit einem Anteil von fasst 11 Prozent an der Landwirtschaftsfläche belegt Brandenburg beim Bioanbau bundesweit eine Spitzenposition. Knapp 140.000 Hektar werden von Biobauern bewirtschaftet. In diesem Jahr gab es mit 27 neuen Antragstellern einen erneuten Flächenzuwachs von 5.000 Hektar. Schwerpunkt des Bioanbaus in Brandenburg ist das Biosphärenreservat Spreewald, wo rund 70 Prozent der rund 29.000 Hektar Agrarfläche nach den Kriterien des ökologischen Landbaus bewirtschaftet werden. Der Spreewald besitzt damit die höchste „Bio-Dichte“ in Deutschland. Mit der Produktion und dem Handel von Bio-Produkten sind in der Region 970 Unternehmen befasst – allerdings immer noch zu wenig, um den wachsenden Bedarf in Berlin/Brandenburg zu decken.
5. 8.10 (Quelle: Berliner Morgenpost)
Brandenburg startet neues Förderprogramm für erneuerbare Energien
Mit der neuen Energierichtlinie „RENplus“ will das Brandenburger Wirtschaftsministerium seine Förderung im Bereich der erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz ausweiten. Neben kleineren und mittleren Unternehmen sollen auch kommunale Großunternehmen gefördert werden. In diesem Jahr stünden hierfür neun Millionen Euro zur Verfügung, erklärte Wirtschaftsminister Ralf Christoffers. Das Geld stamme zu 25 Prozent aus Landesmitteln und zu 75 Prozent aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE).
3. 8. 10 (Quelle: Berliner Morgenpost)
Quartiersmanagement gegen Taubenplage
Die schätzungsweise 50.000 bis 60.000 Berliner Tauben sollen umziehen – weg von Bahnhöfen und Innenstadtkreuzungen in extra errichtete Taubenschläge. Das kündigte der Tierschutzbeauftragte des Senats, Klaus Lüdcke, bei der Vorstellung seines dritten Tätigkeitsberichtes an. In den neuen Quartieren würden die Tiere nicht nur richtig ernährt und medizinisch behandelt . Hier wäre es auch möglich, Eier aus der Brut zu nehmen, durch Toneier zu ersetzen und so die Population auf ein stadtverträgliches Maß zu senken. Durch die Umsiedlung verspricht sich das Land zudem einen spürbaren Rückgang der durch Tauben verursachten Verschmutzung. „Bis zu 80 Prozent“ weniger Dreck stellt Reinickendorfs Bürgermeister Frank Balzer in Aussicht, sofern die Tiere, die im Schnitt zehn Kilo Kot pro Jahr produzieren, dann nicht mehr anderswo gefüttert werden. Als erster Bezirk in Berlin hat Reinickendorf mit dem Bau des ersten von vier bezirklichen Taubenschlägen begonnen.
3. 8.10 (Quelle: Der Tagesspiegel/Berliner Morgenpost)
Tagebau gefährdet Brandenburger Schutzgebiete
Durch den Tagebau Jänschwalde-Nord im Süden Brandenburgs könnten nach Angaben von Umweltministerin Anita Tack wertvolle Schutzgebiete zerstört werden. Stark gefährdet seien das mitten im Planungsgebiet liegende Moor „Pastlingsee-Ergänzung“ sowie die angrenzenden, als Naturschutzgebiete ausgewiesenen Flora-Fauna-Habitat-Gebiete „Pastlingsee“ und „Feuchtwiesen Atterwasch“. Laut Tack gibt es in Brandenburg etwa 210.000 Hektar Moorflächen, von denen allerdings nur zwei Prozent als wachsende und intakte Moore bezeichnet werden können. Um Moore zu erhalten und wiederherzustellen, sei im Frühjahr das EU-Projekt „Kalkreiche Niedermoore“ gestartet worden. Bei verschiedenen Moorprojekten habe man zudem knapp 3.000 Hektar Fläche „wiedervernässt“. Noch in dieser Legislaturperiode soll ein Moorschutzprogramm erarbeitet werden.
2. 8. 10 (Quelle: Berliner Zeitung)
