 |
"Helle sein
ist nicht immer schlau"
Start der Initiative2000plus
in Berlin: Mehr Recyclingpapier an
Berliner Schulen Endlich ist es so weit: Nun
können sich auch Berliner Schüler aktiv am Schutz der
Wälder dieser Erde beteiligen. Schulklassen, die sich verpflichten,
Schulhefte aus Recyclingpapier zu verwenden und entsprechend handeln,
werden im März 2005 mit einer Urkunde der Bundesministerin a.D. Renate
Künast, ausgezeichnet.
Mit dieser Initiative soll der Markt für Recycling-Produkte
verbessert werden. Derzeit sind nur 5-10% der bundesweit 200 Millionen
verkauften Schulhefte aus umweltfreundlichem Recyclingpapier. Jeder
fünfte Baum, der weltweit gefällt wird, endet als Papierprodukt.
Besonders die tropischen Wälder Brasiliens und Indonesiens,
aber auch die Wälder Kanadas, Finnlands und Russlands sind
von diesem Raubbau betroffen. Deutschland ist neben den USA, China
und Japan einer der weltweit größten Papierverbraucher.
Wollen wir der Vernichtung der Wälder Einhalt gebieten, ist
der Umstieg auf Recyclingpapier ein wichtiger Schritt.
Die Initiative2000plus hat alle Berliner Grundschulen und
grundständigen Gymnasien über die Kampagne in Berlin informiert.
Experten der Initiative kommen nun auf Einladung in die Schulen,
um den Schülerinnen und Schüler der 4. bis 6. Klasse über
die ökologischen Vorteile von Schulheften aus Recyclingpapier
zu erläutern und den Schülern und Lehrern Bezugsadressen
für Schulmaterialien aus Recyclingpapier zu benennen. Zudem
sollen mindestens zehn Händler in Berlin überzeugt werden,
Schulmaterial aus Recyclingpapier in ihr Sortiment aufzunehmen.
Der Vorstandsvorsitzende der Stiftung Naturschutz Berlin, Dr. Johann-Wolfgang
Landsberg-Becher, erklärte zum Start der Initiative2000plus
in Berlin: „Am Beispiel Papier wird sehr deutlich, dass es
für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft nicht ausreicht,
die einzelnen Abfallarten nur getrennt zu sammeln. Ebenso wichtig
ist, für die Recyclingprodukte auch einen Markt zu schaffen.
Das unterstützen wir gerne mit der Initiative2000plus
- und zwar genau dort, wo es auch Zukunft hat: in der Schule.“
www.initiative2000plus-berlin.de
|