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Berlin, 01. Februar 2017

Zum 20. Welttag der Feuchtgebiete (02.02.2017): Berliner Moore schützen Klima und Artenvielfalt

Moore bedecken nur drei Prozent der Erdoberfläche, speichern aber doppelt so viel Kohlenstoff wie alle Wälder zusammen. Daher spielen sie eine bedeutende Rolle, um die Auswirkungen des Klimawandels zu mildern. Die Stiftung Naturschutz Berlin renaturiert aus Gründen des Klimaschutzes seit 2009 erfolgreich Moore in Berlin. Mit diesen Maßnahmen werden gleichzeitig Lebensräume für viele seltene und vom Aussterben bedrohte Arten erhalten und entwickelt.

Die Kleine Pelzlaake und die Krumme Laake in Köpenick wurden in der Vergangenheit durch Grundwasserabsenkung und Entwässerung stark beeinträchtigt. Auf den bis in die 1950er Jahre nahezu baumfreien Mooren konnten sich Gehölze ansiedeln, die die moortypische Vegetation verdrängten. Das führte zu einer stärkeren Austrocknung und Degeneration der Moore und somit zu einer vermehrten Freisetzung von klimaschädlichen Gasen. 

Die Stiftung Naturschutz Berlin setzt seit 2009 Moorrenaturierungsmaßnahmen in Kooperation mit der Obersten Naturschutzbehörde und den Berliner Forsten um. Beispielsweise wurden Gehölze entfernt und andere mooruntypische Pflanzenarten beseitigt. Auf diese Weise werden die Verdunstung, die Durchwurzelung des Torfkörpers und die Beschattung der Moores verringert sowie der Wasserhaushalt verbessert. Ziel ist die Entwicklung von torfbildenden Übergangs- und Schwingrasenmooren.

Mit den Renaturierungen in der Kleinen Pelzlaake und der Krummen Laake werden die Freisetzung von klimaschädlichen Gasen vermindert und die CO2-Bindung der Moore gefördert. Die Maßnahmen werden über die Berliner Klimaschutzabgabe finanziert, die bei Dienstflügen der Landesregierung, der Verwaltung und der nachgeordneten Behörden anfällt. In den kommenden 30 bis 50 Jahren binden die bisherige Renaturierungen rund 6.500 Tonnen CO2eq, wodurch klimaschädliche Emissionen der in den Jahren 2009-2014 getätigten Dienstflüge kompensiert werden. Dies ist ein wichtiger Beitrag zu den Klimaschutzmaßnahmen des Landes Berlin. 

Darüber hinaus konnten sich bereits seltene Pflanzenarten, die vor Kurzem in Berlin noch als ausgestorben bzw. verschollen galten, in den renaturierten Mooren ansiedeln, und zwar der Mittlere Sonnentau, das Amphibische Torfmoos und das Spieß-Torfmoos. Für diese und weitere gefährdete Rote-Liste-Arten wird durch die Maßnahmen das Moor als Lebensraum erhalten und wiederhergestellt. Daher tragen die Moorschutzmaßnahmen der Stiftung Naturschutz wesentlich zur Erhaltung der biologischen Vielfalt in Berlin bei. 

Es ist möglich, die Stiftung Naturschutz Berlin mit einer zweckgebundenen Spende beim Klimaschutz und der Erhaltung der Berliner Artenvielfalt zu unterstützen:

Stichwort „Berliner Moore“
IBAN: DE71 4306 0967 0007 7770 00
BIC: GENODEM1GLS

Am 2. Februar 2017 wird zum zwanzigsten Mal der Welttag der Feuchtgebiete begangen. Er erinnert an die Unterzeichnung der internationalen Ramsar-Konvention am 02.02.1971 zum Schutz der Feuchtgebiete, der inzwischen 169 Staaten beigetreten sind. In diesem Jahr steht der Welttag der Feuchtgebiete unter dem Motto „Wetlands for Disaster Risk Reduction“.

Weitere Informationen zu den Moorrenaturierungen erhalten Sie unter www.stiftung-naturschutz.de/klimaschutzabgabeOpens internal link in current window.

Kontakt:

Heidrun Grüttner (Pressesprecherin)
Tel.: 030 / 26 39 41 22
Mobil: 0160 / 4 37 06 84
E-Mail: heidrun.gruettner(at)stiftung-naturschutz.de

Justus Meißner (Referent für Naturschutz)
Tel.: 030 / 26 39 41 24
E-Mail: justus.meissner(at)stiftung-naturschutz.de